BSG, 17.12.2009 - B 4 AS 27/09 R - Anspruch auf Arbeitslosengeld II; Leistungen für Unterkunft und Heizung; Angemessenheit der Unterkunftskosten; Zumutbarkeit eines Wegzugs

Bundessozialgericht
Urt. v. 17.12.2009, Az.: B 4 AS 27/09 R
Gericht: BSG
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 17.12.2009
Referenz: JurionRS 2009, 32642
Aktenzeichen: B 4 AS 27/09 R
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

SG Duisburg - 23.04.2008 - AZ: S 27 AS 154/07

LSG Nordrhein-Westfalen - 16.02.2009 - AZ: L 19 AS 62/08

Fundstellen:

FA 2010, 191

FEVS 2010, 502-512

info also 2010, 135

info also 2010, 186

NZS 2010, 149

NZS 2010, 515-520

SGb 2010, 83-84

SGb 2010, 214

Amtlicher Leitsatz:

1. Ein Mietspiegel kann als Grundlage eines schlüssigen Konzepts zur Ermittlung der angemessenen Referenzmiete im Vergleichsraum geeignet sein.

2. Einem erwerbsfähigen Hilfebedürftigen obliegt als Kostensenkungsmaßnahme ein Umzug im gesamten Vergleichsraum, wenn ihm dieser weder aus persönlichen Gründen unzumutbar noch in Ermangelung von verfügbarem Wohnraum in Höhe der Referenzmiete unmöglich ist.

in dem Rechtsstreit

Az: B 4 AS 27/09 R

L 19 AS 62/08 (LSG Nordrhein-Westfalen)

S 27 AS 154/07 (SG Duisburg)

1. ......................................................... ,

2. ......................................................... ,

Kläger und Revisionskläger,

Prozessbevollmächtigter zu 1. und 2.: ...........................................,

gegen

JobCenter Essen Arbeitsgemeinschaft,

Alfredstraße 142-148, 45131 Essen,

Beklagter und Revisionsbeklagter,

Prozessbevollmächtigte: Stadt Essen - Rechtsamt -,

Rathaus Porscheplatz, 45127 Essen.

Der 4. Senat des Bundessozialgerichts hat auf die mündliche Verhandlung vom 17. Dezember 2009 durch den Vorsitzenden Richter Dr. V o e l z k e , die Richterinnen S. K n i c k r e h m und B e h r e n d sowie die ehrenamtlichen Richter D e l l m a n n und Dr. G r i e s h a b e r

für Recht erkannt:

Tenor:

Die Revisionen der Kläger gegen das Urteil des Landessozialgerichts Nordrhein-Westfalen vom 16. Februar 2009 werden zurückgewiesen.

Die Beteiligten haben einander keine außergerichtlichen Kosten zu erstatten.

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