BSG, 16.12.2010 - B 8 SO 7/09 R - Sozialhilfeempfänger haben (seit 1.1.2004) keinen Anspruch auf Übernahme der von ihnen selbst in der gesetzlichen Krankenversicherung bis zur individuellen Belastungsgrenze zu tragenden Praxisgebühren ; Anspruch eines Sozialhilfeempfängers auf Übernahme der von ihnen selbst in der gesetzlichen Krankenversicherung bis zur individuellen Belastungsgrenze zu tragenden Praxisgebühren ; Kostenübernahme von Zuzahlungen zu Arzneimitteln und Praxisgebühr für einen HIV-Infizierten

Bundessozialgericht
Urt. v. 16.12.2010, Az.: B 8 SO 7/09 R
Gericht: BSG
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 16.12.2010
Referenz: JurionRS 2010, 35725
Aktenzeichen: B 8 SO 7/09 R
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

SG Köln - 14.07.2006 - AZ: S 27 (15) SO 105/05

LSG Nordrhein-Westfalen - 09.06.2008 - AZ: L 20 SO 65/06

Rechtsgrundlagen:

§ 22 Abs. 1 S. 2 BSHG

§ 38 BSHG

§ 28 Abs. 4 SGB V

§ 61 SGB V

§ 62 Abs. 2 SGB V

Fundstellen:

BSGE 107, 169 - 176

Breith. 2011, 770

info also 2011, 139

KommJur 2011, 6-7

NZS 2011, 699

SGb 2011, 93

SGb 2011, 153

SGb 2012, 41-46

ZfF 2012, 67

Amtlicher Leitsatz:

Sozialhilfeempfänger haben (seit 1.1.2004) keinen Anspruch auf Übernahme bzw Erstattung der von ihnen selbst in der gesetzlichen Krankenversicherung bis zur individuellen Belastungsgrenze zu tragenden Praxisgebühren und Zuzahlungen.

in dem Rechtsstreit

Az: B 8 SO 7/09 R

L 20 SO 65/06 (LSG Nordrhein-Westfalen)

S 27 (15) SO 105/05 (SG Köln)

..............................,

Kläger und Revisionskläger,

Prozessbevollmächtigter: .................................,

gegen

Oberbürgermeister der Stadt Köln,

Ottmar-Pohl-Platz 1, 51103 Köln,

Beklagter und Revisionsbeklagter.

Der 8. Senat des Bundessozialgerichts hat auf die mündliche Verhandlung vom 16. Dezember 2010 durch den Vorsitzenden Richter E i c h e r , die Richter Dr. F i c h t e und C o s e r i u sowie die ehrenamtliche Richterin Klein und den ehrenamtlichen Richter L ü b k i n g

für Recht erkannt:

Tenor:

Auf die Revision des Klägers wird das Urteil des Landessozialgerichts Nordrhein-Westfalen vom 9. Juni 2008 aufgehoben. Die Sache wird zur erneuten Verhandlung und Entscheidung an dieses Gericht zurückverwiesen.

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