BGH, 30.06.2009 - VI ZR 266/08 - Vereinbarkeit der Haftungsprivilegierung des Nutztierhalters mit Art. 3 Abs. 1 GG; Anforderungen an den dem Tierhalter obliegenden Entlastungsbeweis gem. § 833 S. 2 BGB

Bundesgerichtshof
Urt. v. 30.06.2009, Az.: VI ZR 266/08
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 30.06.2009
Referenz: JurionRS 2009, 18533
Aktenzeichen: VI ZR 266/08
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

LG Itzehoe, 2 O 40/07 vom 16.01.2008

OLG Schleswig - 25.09.2008 - AZ: 7 U 13/08

Fundstellen:

AnwBl 2009, 224

BGHReport 2009, 1099-1100

GuT 2009, 197-199

MDR 2009, 1163-1164

NJW 2009, 3233-3235

NJW-Spezial 2009, 666 "Gleichheitsgrundsatz"

NZV 2010, 135-137

r+s 2009, 387-388

VersR 2009, 1275-1277

VRA 2009, 166

VRS 2009, 151-155

zfs 2009, 675-677

ZGS 2009, 470-473

Amtlicher Leitsatz:

  1. a)

    Die Haftungsprivilegierung des Nutztierhalters verstößt nicht gegen Art. 3 Abs. 1 GG.

  2. b)

    Zu den Anforderungen an den dem Tierhalter obliegenden Entlastungsbeweis gemäß § 833 Satz 2 BGB.

Der VI. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat
auf die mündliche Verhandlung vom 30. Juni 2009
durch
die Vizepräsidentin Dr. Müller,
den Richter Zoll,
die Richterin Diederichsen,
den Richter Pauge und
die Richterin von Pentz
für Recht erkannt:

Tenor:

Auf die Revision des Klägers wird das Urteil des 7. Zivilsenats des Schleswig-Holsteinischen Oberlandesgerichts vom 25. September 2008 aufgehoben.

Die Sache wird zur neuen Verhandlung und Entscheidung, auch über die Kosten des Revisionsverfahrens, an das Berufungsgericht zurückverwiesen.

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