BGH, 28.09.2011 - I ZR 93/10 - Vorliegen eines Glücksspiels i.S.d. § 3 Abs. 1 GlüStV durch Beurteilung nach den durchschnittlichen Fähigkeiten eines Spielers

Bundesgerichtshof
Urt. v. 28.09.2011, Az.: I ZR 93/10
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 28.09.2011
Referenz: JurionRS 2011, 29237
Aktenzeichen: I ZR 93/10
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

LG Köln - 09.07.2009 - AZ: 31 O 599/08

OLG Köln - 12.05.2010 - AZ: 6 U 142/09

Fundstellen:

CR 2012, 134

GewArch 2012, 175

GRUR 2012, 201-208 "Poker im Internet"

GRUR 2012, 7 "Poker im Internet"

GRUR-Prax 2012, 39 ""Poker im Internet""

K&R 2012, 51

MDR 2012, 111-112

NJW 2012, 10

WRP 2012, 966-975 "Wettbewerbsrecht / Glücksspielrecht: Poker im Internet"

ZfWG 2012, 75

Verfahrensgegenstand:

Poker im Internet

Amtlicher Leitsatz:

UWG § 4 Nr. 11; GlüStV § 3 Abs. 1

Ob ein Glücksspiel im Sinne des § 3 Abs. 1 GlüStV vorliegt, beurteilt sich nach den durchschnittlichen Fähigkeiten eines Spielers; unerheblich ist, ob professionelle Spieler oder geübte Amateure, die sich gegebenenfalls auch Lehrbuchwissen angeeignet haben, ihre Erfolgschancen steigern können.

Der I. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat im schriftlichen Verfahren, in dem bis zum 5. September 2011 Schriftsätze eingereicht werden konnten, durch den Vorsitzenden Richter Prof. Dr. Bornkamm und die Richter Pokrant, Dr. Schaffert, Dr. Kirchhoff und Dr. Löffler

für Recht erkannt:

Tenor:

Die Revision gegen das Urteil des 6. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Köln vom 12. Mai 2010 wird auf Kosten der Beklagten zurückgewiesen.

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