BGH, 27.10.2009 - XI ZR 338/08 - Anspruch eines Anlegers gegen seine Bank auf Schadensersatz wegen fehlerhafter Anlageberatung; Pflicht eines Anlageberaters zur zutreffenden, vollständigen und verständlichen Mitteilung von Tatsachen sowie einer fachmännischen Bewertung dieser Tatsachen; Prospektfehler bei Missachtung der Grundsätze vorsichtiger Kalkulation aufgrund eines unrealistisch niedrig angesetzten Mietausfallrisikos; Pflicht eines Anlageberaters zum Hinweis auf die besondere Dynamik des Berliner Büroimmobilienmarkts und darauf beruhender fehlender Sicherheit zur Vorhersage der Entwicklung der Rentabilität einer Kapitalanlage

Bundesgerichtshof
Urt. v. 27.10.2009, Az.: XI ZR 338/08
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 27.10.2009
Referenz: JurionRS 2009, 25912
Aktenzeichen: XI ZR 338/08
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

LG Frankfurt am Main - 23.12.2005 - AZ: 2/5 O 599/04

LG Frankfurt am Main - 23.12.2005 - AZ: 2/5 O 599/04

OLG Frankfurt am Main - 15.10.2008 - AZ: 23 U 17/06

nachgehend:

BGH - 25.01.2010 - AZ: XI ZR 338/08

Fundstellen:

BB 2010, 15-17

EWiR 2010, 11

Kreditwesen 2010, 283-284

VuR 2010, 147

WM 2009, 2306-2307

WuB 2010, 129

ZIP 2009, 2380-2383

Der XI. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat
auf die mündliche Verhandlung vom 15. September 2009
durch
den Vorsitzenden Richter Wiechers und
die Richter Dr. Müller, Dr. Ellenberger, Maihold und Dr. Matthias
für Recht erkannt:

Tenor:

Auf die Revision der Beklagten zu 1) wird das Urteil des 23. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main vom 15. Oktober 2008 im Kostenpunkt, mit Ausnahme der Entscheidung zu den außergerichtlichen Kosten des Beklagten zu 2), und insoweit aufgehoben, als zum Nachteil der Beklagten zu 1) entschieden worden ist.

Die Berufung des Klägers gegen das Urteil der 5. Zivilkammer des Landgerichts Frankfurt am Main vom 23. Dezember 2005 wird auch im Übrigen zurückgewiesen.

Die Anschlussrevision des Klägers wird zurückgewiesen.

Der Kläger hat die weiteren Kosten des Rechtsstreits zu tragen.

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