BGH, 27.01.2011 - VII ZB 44/09 - Vermerkung einer beantragten Fristverlängerung in Form einer Eintragung des Endpunkts der Frist im Kalender bereits mit der Antragstellung; Weisung zur Erkundigung bei Gericht über die Bewilligung einer beantragten Fristverlängerung

Bundesgerichtshof
Beschl. v. 27.01.2011, Az.: VII ZB 44/09
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Beschluss
Datum: 27.01.2011
Referenz: JurionRS 2011, 10589
Aktenzeichen: VII ZB 44/09
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

LG Köln - 29.08.2008 - AZ: 18 O 509/05

OLG Köln - 03.03.2009 - AZ: 7 U 170/08

Fundstellen:

AnwBl 2011, 400-401

BRAK-Mitt 2011, 140

FA 2011, 116

FamRZ 2011, 560

HFR 2012, 799-800

JurBüro 2011, 448

MDR 2011, 381

NJ 2011, 6

NJW 2011, 6

NJW 2011, 1971-1972

NJW-Spezial 2011, 158

RENOpraxis 2011, 107

VersR 2012, 638

ZAP 2011, 351

ZAP EN-Nr. 246/2011

Amtlicher Leitsatz:

ZPO §§ 233 B, Fd, Ff, 85 Abs. 2

Die Weisung, vor Ablauf einer Frist, deren Verlängerung beantragt worden ist, bei dem zur Entscheidung berufenen Gericht anzurufen und nachzufragen, ob die Fristverlängerung gewährt worden sei, reicht nicht aus, um im Fristenkalender den beantragten neuen Fristablauf als endgültig notieren zu dürfen.

Der VII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat
am 27. Januar 2011
durch
den Vorsitzenden Richter Prof. Dr. Kniffka,
den Richter Dr. Kuffer,
die Richterin Safari Chabestari,
den Richter Halfmeier und
den Richter Prof. Leupertz
beschlossen:

Tenor:

Die Rechtsbeschwerde des Beklagten gegen den Beschluss des 7. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Köln vom 3. März 2009 wird zurückgewiesen.

Der Beklagte trägt die Kosten des Rechtsbeschwerdeverfahrens.

Beschwerdewert: 14.314,04 €

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