BGH, 27.01.2010 - VII ZR 97/08 - Vereinbarkeit der Nichtberücksichtigung eines von dem eines gerichtlichen Sachverständigen abweichenden Gutachtens eines Privatgutachters in den Urteilsgründen mit dem Recht auf Gewährung rechtlichen Gehörs gem. Art. 103 Abs. 1 GG

Bundesgerichtshof
Beschl. v. 27.01.2010, Az.: VII ZR 97/08
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Beschluss
Datum: 27.01.2010
Referenz: JurionRS 2010, 11165
Aktenzeichen: VII ZR 97/08
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

LG Stralsund - 31.01.2007 - AZ: 7 O 110/04

OLG Rostock - 02.04.2008 - AZ: 2 U 12/07

Rechtsgrundlage:

Art. 103 Abs. 1 GG

Fundstellen:

AnwBl 2010, 151

BauR 2010, 931-932

GuG 2010, 317-318

GuG aktuell 2010, 31

IBR 2010, 308

ZfBR 2010, 367-368

Der VII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat
am 27. Januar 2010
durch
den Vorsitzenden Richter Prof. Dr. Kniffka,
den Richter Dr. Kuffer,
den Richter Bauner,
die Richterin Safari Chabestari und
den Richter Dr. Eick
beschlossen:

Tenor:

Der Beschwerde der Beklagten wird stattgegeben.

Das Urteil des 2. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Rostock vom 2. April 2008 wird gemäß § 544 Abs. 7 ZPO im Kostenpunkt und insoweit aufgehoben, als die Beklagten zur Zahlung von 48.534,56 EUR nebst Zinsen verurteilt worden sind.

Die Beschwerde des Klägers gegen die Nichtzulassung der Revision in dem Urteil des 2. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Rostock vom 2. April 2008 wird zurückgewiesen.

Im Umfang der Aufhebung wird die Sache zur neuen Verhandlung und Entscheidung, auch über die Kosten des Nichtzulassungsbeschwerdeverfahrens, an das Berufungsgericht zurückverwiesen.

Streitwert: 97.428,64 EUR

Stattgebender Teil: 48.534,56 EUR

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