BGH, 25.10.2011 - VI ZR 139/10 - Verstoß gegen ärztliche Behandlungsregeln als grober Behandlungsfehler

Bundesgerichtshof
Urt. v. 25.10.2011, Az.: VI ZR 139/10
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 25.10.2011
Referenz: JurionRS 2011, 30767
Aktenzeichen: VI ZR 139/10
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

LG Limburg - 24.08.2009 - AZ: 4 O 20/07

OLG Frankfurt am Main - 18.05.2010 - AZ: 8 U 181/09

Rechtsgrundlagen:

§ 823 BGB

§ 286 ZPO

Fundstellen:

AnwBl 2012, 127-128

ArztR 2012, 158-160

ArztR 2012, 32

EBE/BGH 2012, 13-14

GesR 2012, 81-83

JR 2012, 427-429

MDR 2012, 150-151

MedR 2012, 454-456

NJ 2012, 4

NJW 2012, 227-228

r+s 2012, 150-151

VersR 2012, 362

Amtlicher Leitsatz:

BGB § 823 Aa, C; ZPO § 286 G

Ein Behandlungsfehler ist als grob zu bewerten, wenn der Arzt eindeutig gegen bewährte ärztliche Behandlungsregeln oder gesicherte medizinische Erkenntnisse verstoßen und einen Fehler begangen hat, der aus objektiver Sicht nicht mehr verständlich erscheint, weil er einem Arzt schlechterdings nicht unterlaufen darf.

Der VI. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat auf die mündliche Verhandlung vom 25. Oktober 2011 durch den Vorsitzenden Richter Galke, die Richter Zoll und Wellner und die Richterinnen Diederichsen und von Pentz

für Recht erkannt:

Tenor:

Auf die Revision der Klägerin wird das Urteil des 8. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main vom 18. Mai 2010 aufgehoben.

Die Sache wird zur neuen Verhandlung und Entscheidung, auch über die Kosten des Revisionsverfahrens, an das Berufungsgericht zurückverwiesen.

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