BGH, 25.06.2010 - AnwSt (B) 3/10 - Zulässigkeit einer Nichtzulassungsbeschwerde bei fehlender Bezeichnung einer Rechtsfrage und fehlendem Sachvortrag

Bundesgerichtshof
Beschl. v. 25.06.2010, Az.: AnwSt (B) 3/10
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Beschluss
Datum: 25.06.2010
Referenz: JurionRS 2010, 19775
Aktenzeichen: AnwSt (B) 3/10
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

AnwG Nürnberg - 20.03.2009 - AZ: AnwG 23/08

AGH Bayern - 03.11.2009 - AZ: BayAGH II - 12/09

Verfahrensgegenstand:

Verletzung anwaltlicher Pflichten

Redaktioneller Leitsatz:

Nach § 145 Abs. 3 Satz 3 BRAO muss die grundsätzliche Rechtsfrage in der Beschwerdeschrift ausdrücklich bezeichnet werden. Dazu ist ein der Form des § 344 Abs. 2 Satz 2 StPO i.V.m. § 116 Satz 2, § 146 Abs. 3 Satz 1 BRAO genügender Sachvortrag erforderlich.

Der Bundesgerichtshof, Senat für Anwaltssachen, hat
durch
den Präsidenten des Bundesgerichtshofs Prof. Dr. Tolksdorf,
den Richter Dr. Ernemann,
die Richterin Roggenbuck,
die Rechtsanwälte Dr. Wüllrich und Dr. Braeuer
am 25. Juni 2010
einstimmig gemäß § 145 Abs. 5 Satz 1 und 2 BRAO
beschlossen:

Tenor:

Die Beschwerde des Rechtsanwalts gegen die Nichtzulassung der Revision im Urteil des 2. Senats des Bayerischen Anwaltsgerichtshofs vom 3. November 2009 wird zurückgewiesen.

Der Rechtsanwalt hat die Kosten des Rechtsmittels zu tragen.

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