BGH, 24.02.2010 - 2 StR 552/09 - Minderung der Steuerungsfähigkeit "aufgrund einer Kumulation bzw. Wechselwirkung von Alkoholeinfluss und affektiver Erregung" i.R.d. Schuldfähigkeit bei einer Verurteilung wegen Mordes

Bundesgerichtshof
Urt. v. 24.02.2010, Az.: 2 StR 552/09
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 24.02.2010
Referenz: JurionRS 2010, 11426
Aktenzeichen: 2 StR 552/09
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

LG Köln - 06.04.2009

Verfahrensgegenstand:

Mord u. a.

Redaktioneller Leitsatz:

Ein Zusammenwirken von Alkoholisierung und affektiver Erregung ("Ausrasten") kann zu einer erheblichen Verminderung der Steuerungsfähigkeit führen.

Der 2. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat
in der Sitzung vom 24. Februar 2010,
an der teilgenommen haben:
Vorsitzende Richterin am Bundesgerichtshof Prof. Dr. Rissing-van Saan,
die Richter am Bundesgerichtshof Prof. Dr. Fischer, Dr. Appl, Cierniak, Prof. Dr. Schmitt,
Staatsanwalt beim Bundesgerichtshof als Vertreter der Bundesanwaltschaft,
Rechtsanwalt,
Rechtsanwalt als Verteidiger,
Justizangestellte als Urkundsbeamtin der Geschäftsstelle,
für Recht erkannt:

Tenor:

  1. 1.

    Die Revision der Staatsanwaltschaft gegen das Urteil des Landgerichts Köln vom 6. April 2009 wird verworfen.

  2. 2.

    Die Staatskasse trägt die Kosten des Rechtsmittels und die dem Angeklagten hierdurch entstandenen notwendigen Auslagen.

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