BGH, 23.11.2011 - IV ZR 70/11 - Beweismaß des Gerichts für ein Leistungskürzungsrecht i.R.e. Todesfallleistung aus einer Unfallzusatzversicherung nach einem Stromunfall wegen einer Vorerkrankung (Koronararteriosklerose)

Bundesgerichtshof
Urt. v. 23.11.2011, Az.: IV ZR 70/11
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 23.11.2011
Referenz: JurionRS 2011, 30783
Aktenzeichen: IV ZR 70/11
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

LG Saarbrücken - 09.09.2008 - AZ: 14 O 169/05

OLG Saarbrücken -16.03.2011 -AZ: 5 U 464/08-56

Fundstellen:

EBE/BGH 2012, 10-11

MDR 2012, 154

NJ 2012, 6

NJW 2012, 392-393

NJW 2012, 6

NWB 2012, 360

NWB direkt 2012, 107

NZV 2012, 4

NZV 2012, 125-127

r+s 2012, 89-90

VersR 2012, 92-93

VK 2012, 59

VK 2012, 27-28

VRR 2012, 183-184

VuR 2012, 202

zfs 2012, 278-279

Amtlicher Leitsatz:

AUB 94 § 8; AUB 2008/2010 Nr. 3; ZPO § 286 Abs. 1 Satz 1

Der Unfallversicherer hat den Vollbeweis i.S. von § 286 Abs. 1 Satz 1 ZPO dafür zu erbringen, dass Krankheiten oder Gebrechen bei der durch ein Unfallereignis verursachten Gesundheitsschädigung oder deren Folgen (hier dem Tod des Versicherungsnehmers) zu mindestens 25% mitgewirkt haben.

Der IV. Zivilsenat des Bundesgerichtshof s hat durch die Vorsitzende Richterin Dr. Kessal-Wulf, die Richterin Harsdorf-Gebhardt, die Richter Dr. Karczewski, Lehmann und die Richterin Dr. Brockmöller auf die mündliche Verhandlung vom 23. November 2011

für Recht erkannt:

Tenor:

Auf die Revision der Klägerin wird das Urteil des 5. Zivilsenats des Saarländischen Oberlandesgerichts vom 16. März 2011 aufgehoben.

Die Sache wird zur neuen Verhandlung und Entscheidung, auch über die Kosten des Revisionsverfahrens, an das Berufungsgericht zurückverwiesen.

(1) Red. Anm.:
"2010" berichtigt durch "2011" laut Schreibfehlerberichtigung des BGH vom 17.02.2012.

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