BGH, 22.11.2010 - AnwZ (B) 120/09 - Auswirkung eines Vermögensverfalls eines als freier Mitarbeiter in einer Bürogemeinschaft von Anwälten tätigen Rechtsanwalts auf die Interessen der Rechtssuchenden

Bundesgerichtshof
Beschl. v. 22.11.2010, Az.: AnwZ (B) 120/09
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Beschluss
Datum: 22.11.2010
Referenz: JurionRS 2010, 28743
Aktenzeichen: AnwZ (B) 120/09
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

AGH Brandenburg - 14.12.2009 - AZ: AGH I 1/09

Fundstelle:

AnwBl 2011, 222

Verfahrensgegenstand:

Widerrufs der Zulassung zur Rechtsanwaltschaft

Redaktioneller Leitsatz:

Der Vermögensverfall eines Rechtsanwalts führt regelmäßig zu einer Gefährdung der Interessen der Rechtsuchenden. Dies ist ausnahmsweise nicht der Fall, wenn der Anwalt seine selbständige Tätigkeit vollständig und nachhaltig aufgibt, nur noch als Angestellter einer Rechtsanwaltssozietät tätig ist und mit dieser rechtlich abgesicherte Maßnahmen verabredet, die seine Berührung mit Mandantengeldern verhindern.

Der Bundesgerichtshof, Senat für Anwaltssachen, hat
durch
den Vorsitzenden Richter Dr. Ernemann,
die Richterinnen Lohmann und Dr. Fetzer sowie
den Rechtsanwalt Dr. Frey und
die Rechtsanwältin Dr. Hauger
nach mündlicher Verhandlung
am 22. November 2010
beschlossen:

Tenor:

Die sofortige Beschwerde des Antragstellers gegen den Beschluss des 1. Senats des Anwaltsgerichtshofs des Landes Brandenburg vom 14. Dezember 2009 wird zurückgewiesen.

Der Antragsteller hat die Kosten des Rechtsmittels zu tragen und der Antragsgegnerin die ihr im Beschwerdeverfahren entstandenen notwendigen außergerichtlichen Auslagen zu erstatten.

Der Geschäftswert für das Beschwerdeverfahren wird auf 50.000 € festgesetzt.

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