BGH, 21.03.2011 - AnwZ (B) 41/10 - Widerruf der Zulassung zur Rechtsanwaltschaft wegen Vorliegen schlechter finanzieller Verhältnisse des Rechtsanwalts

Bundesgerichtshof
Beschl. v. 21.03.2011, Az.: AnwZ (B) 41/10
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Beschluss
Datum: 21.03.2011
Referenz: JurionRS 2011, 14189
Aktenzeichen: AnwZ (B) 41/10
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

AGH Nordrhein-Westfalen - 20.11.2009 - AZ: 1 AGH 57/09

Verfahrensgegenstand:

Widerruf der Zulassung zur Rechtsanwaltschaft

Redaktioneller Leitsatz:

Der Annahme eines Vermögensverfalls steht nicht entgegen, dass die Forderungen der Gläubiger durchweg relativ geringfügig sind.
Ist der betroffene Rechtsanwalt nicht in der Lage, Forderungen in dreistelliger Höhe bei Fälligkeit zu begleichen, sind seine wirtschaftlichen Verhältnisse ungeordnet.

Der Bundesgerichtshof, Senat für Anwaltssachen, hat
durch
die Vorsitzende Richterin Dr. Kessal-Wulf,
die Richterinnen Roggenbuck und Lohmann,
den Rechtsanwalt Dr. Wüllrich und
die Rechtsanwältin Dr. Hauger
nach mündlicher Verhandlung
am 21. März 2011
beschlossen:

Tenor:

Die sofortige Beschwerde des Antragstellers gegen den Beschluss des 1. Senats des Anwaltsgerichtshofs des Landes Nordrhein-Westfalen vom 20. November 2009 wird zurückgewiesen.

Der Antragsteller hat die Kosten des Rechtsmittels zu tragen und der Antragsgegnerin die ihr im Beschwerdeverfahren entstandenen notwendigen außergerichtlichen Auslagen zu erstatten.

Der Geschäftswert für das Beschwerdeverfahren wird auf 50.000 € festgesetzt.

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