BGH, 20.09.2011 - II ZB 17/10 - Erwerb eines aufschiebend bedingt abgetretenen Geschäftsanteils nach § 161 Abs. 3 BGB i.V.m. § 16 Abs. 3 GmbHG vor Bedingungseintritt durch gutgläubigen Zweiterwerb

Bundesgerichtshof
Beschl. v. 20.09.2011, Az.: II ZB 17/10
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Beschluss
Datum: 20.09.2011
Referenz: JurionRS 2011, 26577
Aktenzeichen: II ZB 17/10
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

OLG Hamburg - 12.07.2010 - AZ: 11 W 51/10

Fundstellen:

BGHZ 191, 84 - 95

BB 2011, 2832-2835

BB 2011, 2753

DB 2011, 2481-2484

DNotI-Report 2011, 181-182

DNotZ 2011, 943-947

DStR 2011, 2206-2209

EWiR 2011, 811

FGPrax 2012, 26-28

FuS 2012, 36

GmbHR 2011, 1269-1272

GWR 2011, 519

JZ 2012, 633-636

MDR 2012, 169-171

MittBayNot 2012, 149-152

NJW-Spezial 2011, 687

NotBZ 2011, 437-441

NWB 2011, 3750

NWB direkt 2011, 1176

NZG 2011, 1268-1271

RENOpraxis 2012, 37

Rpfleger 2012, 83-86

RÜ 2011, 762-764

StBW 2011, 1047-1048

StuB 2011, 887

StX 2011, 750-751

WM 2011, 2097-2100

WPg 2012, 59

WuB 2012, 99

ZAP 2012, 106

ZAP EN-Nr. 71/2012

ZIP 2011, 2141-2145

ZIP 2011, 5

ZNotP 2011, 473-476

Amtlicher Leitsatz:

BGB § 161 Abs. 3; GmbHG § 16 Abs. 3, § 40 Abs. 1 Satz 1, Abs. 2 Satz 1

  1. a)

    Das Registergericht ist berechtigt, eine Gesellschafterliste zurückzuweisen, die entgegen § 40 Abs. 1 Satz 1, Abs. 2 Satz 1 GmbHG keine Veränderungen in den Personen der Gesellschafter oder des Umfangs ihrer Beteiligung ausweist, sondern solche nur ankündigt.

  2. b)

    Ein aufschiebend bedingt abgetretener Geschäftsanteil kann nicht nach § 161 Abs. 3 BGB in Verbindung mit § 16 Abs. 3 GmbHG vor Bedingungseintritt von einem Zweiterwerber gutgläubig erworben werden.

Der II. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat am 20. September 2011 durch den Vorsitzenden Richter Dr. Bergmann, die Richterin Caliebe sowie die Richter Dr. Drescher, Born und Sunder

beschlossen:

Tenor:

Die Rechtsbeschwerde gegen den Beschluss des 11. Zivilsenats des Hanseatischen Oberlandesgerichts Hamburg vom 12. Juli 2010 wird auf Kosten des Rechtsbeschwerdeführers zurückgewiesen.

Der Geschäftswert wird auf 3.000 € festgesetzt.

Diese Artikel im Bereich Zivilrecht, Prozess und Zwangsvollstreckung könnten Sie interessieren

V PLUS FONDS (V+) – ANLEGER OBSIEGEN VOR GERICHT

V PLUS FONDS (V+) – ANLEGER OBSIEGEN VOR GERICHT

München, 23.11.2016 – Hoffnung für Anleger von V Plus Fonds. CLLB Rechtsanwälte berichten von positiven Urteilen. mehr

GarantieHebelPlan ’08 - Fonds nimmt Klagen zurück!

GarantieHebelPlan ’08 - Fonds nimmt Klagen zurück!

CLLB Rechtsanwälte vertreten Anleger erfolgreich gegen Klagen von GarantieHebelPlan ’08. mehr

Verbraucherfreundliches Urteil für Bausparer – CLLB vertritt Bausparer bei der Durchsetzung von Ansprüchen

Verbraucherfreundliches Urteil für Bausparer – CLLB vertritt Bausparer bei der Durchsetzung von Ansprüchen

Bausparer profitieren vom aktuellen Urteil des BGH zur Unwirksamkeit von Darlehensgebühren in Bausparverträgen mehr