BGH, 19.07.2011 - XI ZR 191/10 - Aufklärungspflichten einer anlageberatenden Bank gegenüber Kapitalanleger im Zusammenhang mit Rückvergütungen; Kausalität zwischen einer Aufklärungspflichtverletzung und dem Erwerb einer Kapitalanlage; Haftung einer Bank wegen falscher Darstellung einer Kapitalgarantie

Bundesgerichtshof
Beschl. v. 19.07.2011, Az.: XI ZR 191/10
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Beschluss
Datum: 19.07.2011
Referenz: JurionRS 2011, 20911
Aktenzeichen: XI ZR 191/10
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

LG Hannover - 09.07.2009 - AZ: 8 O 183/07

OLG Celle - 21.04.2010 - AZ: 3 U 202/09

BGH - 09.03.2011 - AZ: XI ZR 191/10

nachgehend:

BGH - 24.08.2011 - AZ: XI ZR 191/10

Fundstellen:

BKR 2011, 433-435

EWiR 2011, 623

GmbHR 2011, 277-278

GWR 2011, 386

MDR 2011, 1056

NJW 2011, 3229-3231

NZG 2011, 1187-1189

WM 2011, 1506-1508

WuB 2011, 580

ZBB 2011, 409

ZIP 2011, 1559-1561

Amtlicher Leitsatz:

BGB § 280

  1. a)

    Zu Rückvergütungen, über die eine anlageberatende Bank einen Kapitalanleger aufklären muss (Bestätigung des Senatsbeschlusses vom 9. März 2011 - XI ZR 191/10, WM 2011, 925 Rn. 21 ff.).

  2. b)

    Zur Kausalität zwischen einer Aufklärungspflichtverletzung und dem Erwerb einer Kapitalanlage (Bestätigung des Senatsbeschlusses vom 9. März 2011 - XI ZR 191/10, WM 2011, 925 Rn. 33 ff.).

  3. c)

    Zur schuldhaften Verletzung der Pflicht der anlageberatenden Bank, über Rückvergütungen aufzuklären (Festhalten an Senatsbeschluss vom 29. Juni 2010 - XI ZR 308/09, WM 2010, 1694).

  4. d)

    Zur Haftung wegen falscher Darstellung einer Kapitalgarantie.

Der XI. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat
durch
den Vorsitzenden Richter Wiechers,
die Richterin Mayen und die Richter Dr. Ellenberger, Maihold und Pamp
am 19. Juli 2011
einstimmig beschlossen:

Tenor:

Die Revision der Beklagten gegen das Urteil des 3. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Celle vom 21. April 2010 wird auf ihre Kosten nach § 552a ZPO i.V.m. § 522 Abs. 2 Satz 2 und 3 ZPO zurückgewiesen.

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