BGH, 17.06.2010 - V ZA 6/10 - Anfechtung eines Zuschlags für ein Grundstück eines Schuldners mit einem Mindestgebot von einem Euro als Verkehrswert

Bundesgerichtshof
Beschl. v. 17.06.2010, Az.: V ZA 6/10
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Beschluss
Datum: 17.06.2010
Referenz: JurionRS 2010, 20110
Aktenzeichen: V ZA 6/10
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

AG Chemnitz - 24.07.2007 - AZ: 15 K 346/05

LG Chemnitz - 07.01.2010 - AZ: 3 T 653/07

Redaktioneller Leitsatz:

Der Schuldner kann mit der Berufung auf den Schutz seines Eigentums die Einstellung der Zwangsversteigerung nur erreichen, wenn neben einem Missverhältnis zwischen dem Verkehrswert und dem Meistgebot im Zeitpunkt der Erteilung des Zuschlags konkrete Umstände vorliegen, die mit Wahrscheinlichkeit ein wesentlich höheres Gebot in einem Fortsetzungstermin erwarten lassen.

Der V. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat
am 17. Juni 2010
durch
den Vorsitzenden Richter Prof. Dr. Krüger und
die Richter Dr. Klein, Dr. Lemke, Dr. Schmidt-Räntsch und Dr. Roth
beschlossen:

Tenor:

Der Antrag der Schuldnerin, ihr für die beabsichtigte Rechtsbeschwerde gegen den Beschluss der 3. Zivilkammer des Landgerichts Chemnitz vom 7. Januar 2010 Prozesskostenhilfe zu bewilligen, wird zurückgewiesen.

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