BGH, 17.06.2009 - 2 ARs 138/09 - Erfordernis einer Unterrichtung und Vorlage eines in Augenschein genommenen Objekts nach Entfernung des Angeklagten aus dem Sitzungszimmer während einer Zeugenvernehmung

Bundesgerichtshof
Beschl. v. 17.06.2009, Az.: 2 ARs 138/09
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Beschluss
Datum: 17.06.2009
Referenz: JurionRS 2009, 16860
Aktenzeichen: 2 ARs 138/09
 

Verfahrensgegenstand:

Menschenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung u. a.
hier: Anfragebeschluss des 5. Strafsenats vom 10. März 2009 - 5 StR 530/08 -

Der 2. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat
am 17. Juni 2009
beschlossen:

Tenor:

Wird anlässlich der Vernehmung eines Zeugen unter Ausschluss des Angeklagten aus der Hauptverhandlung eine Augenscheinseinnahme durchgeführt, so muss sie nach Rückkehr des Angeklagten in die Hauptverhandlung in seiner Anwesenheit wiederholt werden. Dies erfordert nicht eine "vollständige" Wiederholung des Verfahrensvorganges.

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