BGH, 14.07.2009 - XI ZR 18/08 - Hemmung der Verjährung der Hauptschuld gegenüber dem Bürgen durch Verhandlungen des Hauptschuldners mit dem Gläubiger; Hemmung der Verjährung der Hauptforderung durch Erhebung der Bürgschaftsklage; Auswirkung des Untergangs der Hauptschuldnerin als Rechtsperson auf die Verjährungshemmung der Hauptschuld

Bundesgerichtshof
Urt. v. 14.07.2009, Az.: XI ZR 18/08
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 14.07.2009
Referenz: JurionRS 2009, 19384
Aktenzeichen: XI ZR 18/08
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

LG München I - 10.05.2007 - AZ: 29 O 20243/05

OLG München - 20.12.2007 - AZ: 19 U 3675/07

BGH - 10.03.2009 - AZ: XI ZR 18/08

Fundstellen:

BGHZ 182, 76 - 85

BauR 2009, 1747-1751

BauR 2009, 1637

BauSV 2010, 74-75

BB 2009, 1817

BGHReport 2009, 1109-1110

DB 2009, 1924-1927

EBE/BGH 2009, 285-287

EWiR 2009, 665

GuT 2009, 328

GWR 2009, 303

IBR 2009, 582

IBR 2009, 710

Info M 2009, 500

Info M 2009, 501

JuS 2009, 1055-1056

KSI 2009, 284-285

MDR 2009, 1231-1232

MDR 2010, 371

NJ 2010, 32

NJW-RR 2010, 975-978 "Verjährungshemmung auch gegenüber Bürgen"

NotBZ 2009, 365

NWB 2009, 2873

NWB direkt 2009, 951

RÜ 2009, 626-629

VersR 2010, 775-777

VuR 2009, 419

WM 2009, 1597-1599

WuB 2009, 817-819

ZBB 2009, 396

ZfBR 2009, 774-776

ZGS 2009, 468-470

ZIP 2009, 1608-1611

Amtlicher Leitsatz:

  1. a)

    Eine durch ernsthafte Verhandlungen des Hauptschuldners mit dem Gläubiger gemäß § 203 Satz 1 BGB bewirkte Hemmung der Verjährung ist auch gegenüber dem Bürgen wirksam.

  2. b)

    Eine gegen den Bürgen erhobene Klage hemmt auch bei einem späteren Untergang des Hauptschuldners als Rechtsperson gemäß § 204 Abs. 1 Nr. 1 BGB die Verjährung der Hauptschuld (Fortführung von BGHZ 153, 337, 342 f.) [BGH 28.01.2003 - XI ZR 243/02].

Der XI. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat
auf die mündliche Verhandlung vom 14. Juli 2009
durch
den Vorsitzenden Richter Wiechers,
den Richter Dr. Joeres,
die Richterin Mayen und
die Richter Dr. Ellenberger und Dr. Matthias
für Recht erkannt:

Tenor:

Auf die Revision der Klägerin wird das Urteil des 19. Zivilsenats des Oberlandesgerichts München vom 20. Dezember 2007 im Kostenpunkt und insoweit aufgehoben, als zum Nachteil der Klägerin entschieden worden ist.

Die Berufung der Beklagten zu 2) gegen das Urteil des Landgerichts München I, 29. Zivilkammer, vom 10. Mai 2007 wird zurückgewiesen.

Die Kosten des Berufungsverfahrens haben die Beklagten als Gesamtschuldner zu tragen. Die Kosten des Revisionsverfahrens werden der Beklagte zu 2) auferlegt.

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