BGH, 11.10.2010 - II ZR 266/08 - Anspruch eines Geschäftsführers einer GmbH auf Weiterbeschäftigung in einer leitenden Funktion bei erfolgtem Widerruf seiner Bestellung und fehlender entsprechender Vereinbarung im Anstellungsvertrag

Bundesgerichtshof
Urt. v. 11.10.2010, Az.: II ZR 266/08
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 11.10.2010
Referenz: JurionRS 2010, 29815
Aktenzeichen: II ZR 266/08
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

LG Bonn - 17.01.2008 - AZ: 12 O 116/07

OLG Köln - 30.10.2008 - AZ: 18 U 21/08

Rechtsgrundlagen:

§ 615 BGB

§ 38 GmbHG

Fundstellen:

ArbR 2011, 17

ArbRB 2011, 45-46

ArbRB 2010, 326 (Pressemitteilung)

AuA 2011, 678-679

BB 2011, 334-335

BB 2010, 2577-2578 (Pressemitteilung)

DB 2011, 49-50

DStR 2011, 229-230

EBE/BGH 2011, 19-20

FStBay 2012, 9-11

FuS 2011, 34-35

GmbHR 2011, 82-83

GmbH-StB 2011, 40-41

GWR 2011, 47

Konzern 2011, 116-117

MDR 2011, 174-175

NJW 2011, 8

NJW 2011, 920-921

NJW-Spezial 2011, 80

NWB 2010, 3440

NWB direkt 2010, 1110

NZG 2011, 225

NZG 2011, 112-113

StBW 2010, 1003-1004 (Pressemitteilung)

StBW 2011, 39

StuB 2010, 888

WM 2011, 38-40

ZAP 2011, 79

ZAP EN-Nr. 49/2011

ZBB 2011, 82-83

ZInsO 2011, 733-735

ZIP 2011, 122-123

Amtlicher Leitsatz:

GmbHG § 38; BGB § 615

Der Geschäftsführer einer GmbH hat nach Widerruf seiner Bestellung bei fortbestehendem Anstellungsverhältnis grundsätzlich keinen Anspruch auf Weiterbeschäftigung in einer seiner früheren Tätigkeit vergleichbaren leitenden Funktion. Etwas anderes kann gelten, wenn sich dem Anstellungsvertrag eine dahingehende Vereinbarung entnehmen lässt.

Der II. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat
auf die mündliche Verhandlung vom 11. Oktober 2010
durch
den Richter Dr. Strohn,
die Richterinnen Caliebe und Dr. Reichart sowie
die Richter Dr. Drescher und Born
für Recht erkannt:

Tenor:

Auf die Revision der Beklagten wird das Urteil des 18. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Köln vom 30. Oktober 2008 im Kostenpunkt und insoweit aufgehoben, als die Beklagte verurteilt worden ist, den Kläger zu den bisherigen vertraglichen Bedingungen in einer seiner früheren Tätigkeit als Direktor und Intendant der Kunstund Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland ähnlichen leitenden Stellung über den 31. Dezember 2007 hinaus weiter zu beschäftigen.

Im Umfang der Aufhebung wird die Berufung des Klägers gegen das Urteil des Landgerichts Bonn vom 17. Januar 2008 zurückgewiesen.

Unter Abänderung der Kostenentscheidung des Landgerichts haben die Beklagte 3/4 und der Kläger 1/4 der Kosten des ersten Rechtszugs zu tragen.

Die Kosten des Berufungsverfahrens tragen die Beklagte ebenfalls zu 3/4 und der Kläger zu 1/4.

Die Kosten des Revisionsverfahrens und des Nichtzulassungsbeschwerdeverfahrens werden wie folgt verteilt:

Von den Gerichtskosten tragen der Kläger 46 % und die Beklagte 54 %.

Von den außergerichtlichen Kosten tragen der Kläger 59 % und die Beklagte 41 %.

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