BGH, 10.01.2012 - 3 StR 408/11 - Korrektur des Urteilstenors hinsichtlich der Anzahl der Taten wegen eines Verkündungsversehens und Änderung des Strafausspruchs wegen Verhängung zu hoher Einzelstrafen

Bundesgerichtshof
Beschl. v. 10.01.2012, Az.: 3 StR 408/11
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Beschluss
Datum: 10.01.2012
Referenz: JurionRS 2012, 10918
Aktenzeichen: 3 StR 408/11
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

LG Aurich - 14.06.2011

Rechtsgrundlage:

§ 354 Abs. 1 StPO

Fundstelle:

NStZ-RR 2012, 180

Verfahrensgegenstand:

Betrug u.a.

Redaktioneller Leitsatz:

Für die Vollendung eines Betrugs reicht die teilweise Schädigung des Opfers aus.

Der 3. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat nach Anhörung des Beschwerdeführers und des Generalbundesanwalts - zu 2. auf dessen Antrag - am 10. Januar 2012 gemäß § 349 Abs. 2 und 4, § 357 StPO einstimmig beschlossen:

Tenor:

  1. 1.

    Auf die Revision des Angeklagten P. wird das Urteil des Landgerichts Aurich vom 14. Juni 2011 geändert

    1. a)

      im Schuldspruch dahin, dass der Angeklagte P. des Betruges in 122 Fällen sowie des versuchten Betruges in 25 Fällen und die Angeklagte H. des Betruges in 118 Fällen sowie des versuchten Betruges in 26 Fällen schuldig sind,

    2. b)

      im Strafausspruch dahin, dass hinsichtlich beider Angeklagter für Fall II. 52 und II. 107 der Urteilsgründe eine Einzelfreiheitsstrafe von jeweils zwei Monaten sowie für Fall II. 117 und II. 118 der Urteilsgründe eine Einzelfreiheitsstrafe von jeweils sechs Monaten festgesetzt wird.

  2. 2.

    Die weitergehende Revision wird verworfen.

  3. 3.

    Der Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels zu tragen.

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