BGH, 09.06.2009 - VI ZR 110/08 - Möglichkeit eines Geschädigten zur Abrechnung seines Schadens an einem neuen PKW auf Neuwagenbasis; Verpflichtung zur Beachtung der schadensrechtlichen Grundsätze des Wirtschaftlichkeitsgebots und des Bereicherungsverbots

Bundesgerichtshof
Urt. v. 09.06.2009, Az.: VI ZR 110/08
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 09.06.2009
Referenz: JurionRS 2009, 16251
Aktenzeichen: VI ZR 110/08
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

LG Hamburg - 13.04.2007 - AZ: 331 O 79/06

OLG Hamburg - 28.03.2008 - AZ: 14 U 95/07

Fundstellen:

BGHZ 181, 242 - 253

ASR 2009, 4

BGHReport 2009, 924-926

DAR 2010, 308-309

DAR 2009, 452-455

DS 2009, 388-391

EBE/BGH 2009, 230-232

KfZ-SV 2009, 36-37

Life&Law 2009, 661-664 (Volltext mit amtl. LS)

MDR 2009, 979-980

NJ 2009, 469

NJW 2009, 3022-3025

NJW-Spezial 2009, 474-475

NWB 2009, 2225

NWB direkt 2009, 759

NZV 2009, 487-490

r+s 2010, 38-40

RdW 2009, 540-542

RÜ 2009, 614-616

SVR 2009, 421-422

VerkA 2009, 105 (amtl. Leitsatz)

VersR 2009, 1092-1095

VRA 2009, 145-146

ZAP EN-Nr. 532/2009

zfs 2010, 22-25

ZGS 2009, 365-369

Amtlicher Leitsatz:

Der Geschädigte, dessen neuer PKW erheblich beschädigt worden ist, kann den ihm entstandenen Schaden nur dann auf Neuwagenbasis abrechnen, wenn er ein fabrikneues Ersatzfahrzeug gekauft hat.

Der VI. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat
auf die mündliche Verhandlung vom 9. Juni 2009
durch
die Vizepräsidentin Dr. Müller, den Richter Zoll,
die Richterin Diederichsen,
den Richter Pauge und
die Richterin von Pentz
für Recht erkannt:

Tenor:

Auf die Revision des Beklagten wird das Urteil des 14. Zivilsenats des Hanseatischen Oberlandesgerichts Hamburg vom 28. März 2008 aufgehoben.

Die Berufung der Klägerin gegen das Urteil der 31. Zivilkammer des Landgerichts Hamburg vom 13. April 2007 wird mit der Maßgabe zurückgewiesen, dass die Klage als derzeit unbegründet abgewiesen wird.

Die Klägerin trägt die Kosten der Rechtsmittelverfahren.

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