BGH, 09.02.2012 - V ZB 95/11 - Erfordernis einer Zustimmung von Gläubigern mit Grundpfandrechten für eine Begründung von Wohnungseigentum am betreffenden Grundstück

Bundesgerichtshof
Beschl. v. 09.02.2012, Az.: V ZB 95/11
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Beschluss
Datum: 09.02.2012
Referenz: JurionRS 2012, 11456
Aktenzeichen: V ZB 95/11
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

OLG Frankfurt am Main - 11.04.2011 - AZ: 20 W 69/11

Fundstellen:

DNotI-Report 2012, 58-59

DNotZ 2012, 531-535

FGPrax 2012, 94-95

GuT 2012, 59-60

Info M 2012, 117

MDR 2012, 396-397

MietRB 2012, 107

MittBayNot 2012, 286-288

MK 2012, 55

NJW 2012, 1226-1227

NJW-Spezial 2012, 257

NotBZ 2012, 168-169

NWB 2012, 1137-1138

NWB direkt 2012, 326-327

NZM 2012, 351-353

RENOpraxis 2012, 107

Rpfleger 2012, 376-377

WM 2012, 644-646

ZAP 2012, 492

ZAP EN-Nr. 277/2012

ZfIR 2012, 245-246

ZMR 2012, 563-565

ZMR 2012, 3

ZNotP 2012, 139-140

ZWE 2012, 219-221

Amtlicher Leitsatz:

BGB §§ 876, 877

Auch nach Einführung des Rangklassenprivilegs für Wohngeldansprüche (§ 10 Abs. 1 Nr. 2 ZVG) bedarf die Begründung von Wohnungseigentum nicht der Zustimmung der Gläubiger, deren Grundpfandrechte auf dem ganzen Grundstück lasten.

Der V. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat
am 9. Februar 2012
durch den Vorsitzenden Richter Prof. Dr. Krüger,
die Richterin Dr. Stresemann,
den Richter Dr. Czub und
die Richterinnen Dr. Brückner und Weinland
beschlossen:

Tenor:

Auf die Rechtsmittel des Antragstellers werden der Beschluss des 20. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main vom 11. April 2011 und die Zwischenverfügungen des Amtsgerichts Bensheim - Grundbuchamt - vom 6. und 27. Dezember 2010 aufgehoben.

Das Grundbuchamt wird angewiesen, den Vollzug der Teilungserklärung nicht aus den Gründen der Zwischenverfügungen vom 6. und 27. Dezember 2010 zu verweigern.

Der Gegenstandswert des Rechtsbeschwerdeverfahrens beträgt

17.000 €.

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