BGH, 08.11.2011 - 3 StR 310/11 - Möglichkeit der Leistung einer Beihilfe zur schweren räuberischen Erpressung schon vor der Entschließung des Haupttäters zur Tat; Vorliegen einer Beihilfehandlung durch Übersenden von Kurznachrichten vor der Tat

Bundesgerichtshof
Beschl. v. 08.11.2011, Az.: 3 StR 310/11
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Beschluss
Datum: 08.11.2011
Referenz: JurionRS 2011, 29201
Aktenzeichen: 3 StR 310/11
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

LG Düsseldorf - 24.03.2011

Fundstellen:

NStZ 2012, 6

NStZ 2012, 264

Verfahrensgegenstand:

zu 1.: besonders schwere räuberische Erpressung u.a.
zu 2.: Beihilfe zur besonders schweren räuberischen Erpressung u.a.

Der 3. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat nach Anhörung der Beschwerdeführer und des Generalbundesanwalts - zu 2. auf dessen Antrag - am 8. November 2011 gemäß § 349 Abs. 2 und 4 StPO einstimmig beschlossen:

Tenor:

  1. 1.

    Auf die Revision der Angeklagten L. wird das Urteil des Landgerichts Düsseldorf vom 24. März 2011, soweit es sie betrifft, mit den Feststellungen aufgehoben.

    Im Umfang der Aufhebung wird die Sache zu neuer Verhandlung und Entscheidung, auch über die Kosten des Rechtsmittels, an eine andere Strafkammer des Landgerichts zurückverwiesen.

  2. 2.

    Die Revision des Angeklagten D. gegen das vorbezeichnete Urteil wird verworfen; jedoch wird der Schuldspruch dahin klargestellt, dass der Angeklagte der besonders schweren räuberischen Erpressung in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung schuldig ist.

    Der Angeklagte hat die Kosten seines Rechtsmittels zu tragen.

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