BGH, 08.07.2009 - 2 StR 239/09 - Auslegung des Adhäsionsantrags eines geschädigten Nebenklägers auf Feststellung einer Ersatzpflicht für künftige immaterielle Schäden und für die Zubilligung einer Entschädigung

Bundesgerichtshof
Beschl. v. 08.07.2009, Az.: 2 StR 239/09
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Beschluss
Datum: 08.07.2009
Referenz: JurionRS 2009, 18107
Aktenzeichen: 2 StR 239/09
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

LG Bonn - 13.02.2009

Fundstelle:

NStZ-RR 2009, 382

Verfahrensgegenstand:

Versuchter Mord u. a.

Redaktioneller Leitsatz:

Fehlt im Adhäsionsantrag die Angabe des Zeitpunkts, ab dem Zinsen begehrt werden, so kann das Gericht den Antrag unter Berücksichtigung sämtlicher prozessualer Umstände und der Regelung in § 404 Abs. 2 Satz 2 StPO dahin auslegen, dass die Zinsen ab Rechtshängigkeit begehrt werden.

Der 2. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat
auf Antrag des Generalbundesanwalts und
nach Anhörung des Beschwerdeführers
am 8. Juli 2009
gemäß § 349 Abs. 2 StPO
beschlossen:

Tenor:

Die Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Bonn vom 13. Februar 2009 wird als unbegründet verworfen.

Der Angeklagte hat die Kosten seines Rechtsmittels und die der Nebenklägerin im Revisionsverfahren entstandenen notwendigen Auslagen zu tragen.

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