BGH, 07.10.2009 - I ZR 216/07 - Aufwendungsersatzanspruch nach § 12 Abs. 1 S. 2 Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) i.F.e. Abmahnung vor Einleitung eines gerichtlichen Verfahrens; Aufwendungsersatzanspruch aus Geschäftsführung ohne Auftrag (GoA) für eine Abmahnung nach Erlass einer Verbotsverfügung

Bundesgerichtshof
Urt. v. 07.10.2009, Az.: I ZR 216/07
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 07.10.2009
Referenz: JurionRS 2009, 29504
Aktenzeichen: I ZR 216/07
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

LG Köln - 10.05.2007 - AZ: 31 O 1029/07

OLG Köln - 07.12.2007 - AZ: 6 U 118/07

nachgehend:

BGH - 25.02.2010 - AZ: I ZR 216/07

Fundstellen:

AnwBl 2010, 219

DB 2010, 6

DB 2010, 500-501

GRUR 2010, 257-259 "Schubladenverfügung"

GRUR-Prax 2010, 38 ""Schubladenverfügung""

GuT 2010, 49-51

K&R 2010, 192 (amtl. Leitsatz) "Schubladenverfügung"

MDR 2010, 583

NJ 2010, 216-217

NJW-RR 2010, 1130-1132 "Schubladenverfügung"

VuR 2010, 115

WRP 2010, 258-260 "Wettbewerbsrecht / Bürgerliches Recht: Schubladenverfügung"

Amtlicher Leitsatz:

  1. a)

    Ein Aufwendungsersatzanspruch nach § 12 Abs. 1 Satz 2 UWG besteht nur für eine Abmahnung, die vor Einleitung eines gerichtlichen Verfahrens ausgesprochen wird.

  2. b)

    Für eine Abmahnung, die erst nach Erlass einer Verbotsverfügung ausgesprochen wird, ergibt sich ein Aufwendungsersatzanspruch auch nicht aus Geschäftsführung ohne Auftrag.

Der I. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat
auf die mündliche Verhandlung vom 7. Oktober 2009
durch
den Vorsitzenden Richter Prof. Dr. Bornkamm und
die Richter Pokrant, Prof. Dr. Büscher, Dr. Schaffert und Dr. Koch
für Recht erkannt:

Tenor:

Die Revision gegen das Urteil des 6. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Köln vom 7. Dezember 2007 wird auf Kosten der Klägerin zurückgewiesen.

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