BGH, 06.10.2011 - I ZR 42/10 - Falsche Suchrubrik - Täuschung des Pubklikums bei Einstellen eines Angebots zwecks Verkaufs eines Gebrauchtfahrzeugs auf einer Internethandelsplattform in eine Suchrubrik mit einer geringeren als der tatsächlichen Laufleistung des Pkw

Bundesgerichtshof
Urt. v. 06.10.2011, Az.: I ZR 42/10
„Falsche Suchrubrik “
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 06.10.2011
Referenz: JurionRS 2011, 33146
Aktenzeichen: I ZR 42/10
Entscheidungsname: Falsche Suchrubrik

Verfahrensgang:

vorgehend:

LG Freiburg - 12.06.2009 - AZ: 10 O 5/09

OLG Karlsruhe - 04.02.2010 - AZ: 4 U 141/09

Fundstellen:

ASR 2011, 5-6

BB 2011, 2561 (Pressemitteilung)

BB 2012, 393

BlPMZ 2012, 315

EBE/BGH 2012, 54-56

EWiR 2012, 435

GRUR 2012, 286-288 "Falsche Suchrubrik"

GRUR-Prax 2012, 95

GuT 2011, 561

K&R 2012, 212-214

MDR 2011, 16

MDR 2012, 298

MMR 2012, 239-240

NJW 2012, 8

NJW-RR 2012, 499-501 "Falsche Suchrubrik"

NWB 2011, 3593

NWB direkt 2011, 1129

RdW 2012, 241-242

VersR 2012, 591

VRS 2012, 367-372

VuR 2011, 7

WM 2012, 911-913

WRP 2012, 464-466 "Wettbewerbsrecht: Falsche Suchrubrik"

ZGS 2011, 535 (Pressemitteilung)

ZIP 2011, 5

Amtlicher Leitsatz:

UWG § 5 Abs. 1 Satz 1 und 2 Nr. 1

Stellt der Verkäufer eines Gebrauchtfahrzeugs sein Angebot auf einer Internethandelsplattform in eine Suchrubrik mit einer geringeren als der tatsächlichen Laufleistung des Pkw ein, so handelt es sich dabei grundsätzlich um eine unwahre Angabe im Sinne von § 5 Abs. 1 UWG über das angebotene Fahrzeug. Zur Irreführung des Publikums ist die unzutreffende Einordnung aber nicht geeignet, wenn diese für einen durchschnittlich informierten und verständigen Leser bereits aus der Überschrift der Anzeige ohne weiteres hervorgeht, so dass das angesprochene Publikum nicht getäuscht wird.

Der I. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat auf die mündliche Verhandlung vom 6. Oktober 2011 durch die Richter Prof. Dr. Büscher, Pokrant, Dr. Schaffert, Dr. Kirchhoff und Dr. Löffler

für Recht erkannt:

Tenor:

Auf die Revision der Beklagten wird das Urteil des 4. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Karlsruhe vom 4. Februar 2010 aufgehoben.

Auf die Berufung der Beklagten wird das Urteil der 1. Kammer für Handelssachen des Landgerichts Freiburg vom 12. Juni 2009 abgeändert.

Die Klage wird abgewiesen.

Die Klägerin hat die Kosten des Rechtsstreits zu tragen.

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