BGH, 06.07.2011 - VIII ZR 293/10 - Wirksamkeit einer Klausel in einer formularmäßigen Vereinbarung über eine von Durchführungen von Wartungen in einer Vertragswerkstatt des Herstellers abhängenden Anschlussgarantie eines Kraftfahrzeugs; Benachteiligung eines Garantienehmers bei Ausschluss von Garantieansprüchen unabhängig von der Ursächlichkeit einer Verletzung von Wartungsobliegenheiten für den eingetretenen Schaden

Bundesgerichtshof
Urt. v. 06.07.2011, Az.: VIII ZR 293/10
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 06.07.2011
Referenz: JurionRS 2011, 21678
Aktenzeichen: VIII ZR 293/10
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

AG Rüsselsheim - 12.03.2010 - AZ: 3 C 1537/09

LG Darmstadt - 03.11.2010 - AZ: 7 S 60/10

Fundstellen:

ASR 2011, 6

BB 2011, 2893-2896

BB 2011, 2113

DAR 2011, 577-580

EWiR 2011, 629

JurBüro 2011, 667

JuS 2011, 10

Life&Law 2011, 780-785

MDR 2011, 1034-1035

NJ 2011, 3-4

NJ 2012, 114

NJW 2011, 6-8

NJW 2011, 3510-3513

NJW-Spezial 2011, 715

NZV 2011, 532-535

NZV 2011, 4

VRR 2011, 423-424

VRS 2011, 265-271

WM 2011, 1766-1770

WRP 2011, 1307-1311 "Bürgerliches Recht / AGB-Recht: "Herstellergarantie beim Kfz-Kauf""

ZAP EN-Nr. 640/2011

ZAP 2011, 1025

zfs 2011, 684-688

ZGS 2011, 458-461

ZGS 2011, 389 (Pressemitteilung)

ZIP 2011, 1719-1723

ZIP 2011, 5

Amtlicher Leitsatz:

BGB § 307 Bm, Cl

In einer formularmäßigen Vereinbarung über eine Anschlussgarantie für Material- oder Herstellungsfehler eines Kraftfahrzeugs, die der Fahrzeughersteller einem Fahrzeugkäufer gegen Entgelt gewährt, ist eine Klausel, nach der Garantieansprüche davon abhängen, dass der Garantienehmer die nach den Herstellerangaben erforderlichen Wartungen in den vorgegebenen Intervallen von einer Vertragswerkstatt des Herstellers durchführen lässt, wegen unangemessener Benachteiligung des Garantienehmers unwirksam, wenn sie Garantieansprüche unabhängig davon ausschließt, ob eine Verletzung der Wartungsobliegenheit für den eingetretenen Schaden ursächlich geworden ist (Fortführung der Senatsurteile vom 17. Oktober 2007 - VIII ZR 251/06, WM 2008, 263, und vom 12. Dezember 2007 - VIII ZR 187/06, WM 2008, 559).

Der VIII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat
auf die mündliche Verhandlung vom 6. Juli 2011
durch
den Vorsitzenden Richter Ball,
die Richterin Dr. Milger,
die Richter Dr. Achilles und Dr. Schneider sowie
die Richterin Dr. Fetzer
für Recht erkannt:

Tenor:

Auf die Revision des Klägers wird das Urteil der 7. Zivilkammer des Landgerichts Darmstadt vom 3. November 2010 aufgehoben.

Die Sache wird zur neuen Verhandlung und Entscheidung, auch über die Kosten des Revisionsverfahrens, an das Berufungsgericht zurückverwiesen.

Das Urteil ist vorläufig vollstreckbar.

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