BGH, 05.11.2009 - IX ZR 233/08 - Anfechtung einer Zahlung der Arbeitnehmeranteile zu den Gesamtsozialversicherungsbeiträgen als Rechtshandlung eines Arbeitgebers im Insolvenzverfahren; Ausschluss eines Bargeschäftseinwands durch eine Inkongruenz der Einzelzwangsvollstreckung innerhalb des Dreimonatszeitraums

Bundesgerichtshof
Urt. v. 05.11.2009, Az.: IX ZR 233/08
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 05.11.2009
Referenz: JurionRS 2009, 25919
Aktenzeichen: IX ZR 233/08
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

AG Schwerin - 11.07.2008 - AZ: 17 C 64/08

LG Schwerin - 28.11.2008 - AZ: 6 S 100/08

Fundstellen:

BGHZ 183, 86 - 95

BBK 2010, 150

DB 2009, 2703-2706

DStR 2010, 122-123

DStR 2009, 2693-2695

EBE/BGH 2009, 396-398

EWiR 2010, 67

InsbürO 2010, 66

KSI 2010, 90

MDR 2010, 469-470

NJW 2010, 870-872

NJW-Spezial 2010, 22-23

NWB 2009, 3894

NWB direkt 2009, 1340

NZA 2010, 579-581

NZG 2010, 21

NZI 2010, 27

NZI 2010, 175

NZI 2009, 886-888

NZS 2010, 561-563

NZS 2010, 322-325

StBW 2010, 42-43

StuB 2010, 248

WM 2009, 2396-2398

WuB 2010, 165-167

ZInsO 2009, 2293-2295

ZIP 2009, 2301-2303

Amtlicher Leitsatz:

Die Zahlung der Arbeitnehmeranteile zu den Gesamtsozialversicherungsbeiträgen kann als Rechtshandlung des Arbeitgebers im Insolvenzverfahren über dessen Vermögen als mittelbare Zuwendung an die Einzugsstellen angefochten werden.

Der IX. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat
auf die mündliche Verhandlung vom 5. November 2009
durch
den Vorsitzenden Richter Dr. Ganter,
die Richter Raebel, Prof. Dr. Kayser,
die Richterin Lohmann und
den Richter Dr. Pape
für Recht erkannt:

Tenor:

Die Revision gegen das Urteil der 6. Zivilkammer des Landgerichts Schwerin vom 28. November 2008 wird auf Kosten der Beklagten zurückgewiesen.

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