BGH, 05.05.2011 - 3 StR 57/11 - Nähere Bescheibung der Schusswaffe ist wegen der Benennung der Waffe nicht erforderlich; Erforderlichkeit einer näheren Bescheibung der Schusswaffe bei Benennung der Waffe

Bundesgerichtshof
Urt. v. 05.05.2011, Az.: 3 StR 57/11
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 05.05.2011
Referenz: JurionRS 2011, 16625
Aktenzeichen: 3 StR 57/11
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

LG Duisburg - 10.11.2010

Fundstellen:

NStZ 2011, 702

NStZ-RR 2012, 302

Verfahrensgegenstand:

Besonders schwere räuberischer Erpressung

Redaktioneller Leitsatz:

  1. 1.

    Bei Verwendung einer geladenen Schreckschusswaffe, bei der der Explosionsdruck nach vorn austritt, ist derTatbestand des § 250 Abs. 2 Nr. 1 StGB erfüllt.

  2. 2.

    Aus der konkreten Typenbezeichnung kann sich - auch für das Revisionsgericht - die Bauweise der Pistole ergeben.

Der 3. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat
in der Sitzung vom 5. Mai 2011,
an der teilgenommen haben:
Vorsitzender Richter am Bundesgerichtshof Becker,
die Richter am Bundesgerichtshof von Lienen,
Hubert, Dr. Schäfer, Mayer als beisitzende Richter,
Staatsanwalt als Vertreter der Bundesanwaltschaft,
Justizangestellte als Urkundsbeamtin der Geschäftsstelle,
für Recht erkannt:

Tenor:

Die Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Duisburg vom 10. November 2010 wird verworfen; jedoch wird der Schuldspruch dahin klargestellt, dass der Angeklagte der besonders schweren räuberischen Erpressung schuldig ist.

Der Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels zu tragen.

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