BGH, 02.12.2010 - IX ZB 184/09 - Zuzählung eines während eines Insolvenzverfahrens durch einen Erbfall erworbenen Pflichtteilsanspruchs zur Insolvenzmasse; Auswirkungen der Anerkennung eines während eines Insolvenzverfahrens entstandenen Pflichtteilsanspruchs erst nach Aufhebung des Insolvenzverfahrens auf die Nachtragsverteilung

Bundesgerichtshof
Beschl. v. 02.12.2010, Az.: IX ZB 184/09
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Beschluss
Datum: 02.12.2010
Referenz: JurionRS 2010, 29300
Aktenzeichen: IX ZB 184/09
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

AG Münster - 02.04.2009 - AZ: 75 IK 56/02

LG Münster - 13.07.2009 - AZ: 5 T 296/09

Fundstellen:

DB 2011, 413

DNotI-Report 2011, 12-14

EE 2011, 21-22

ErbR 2011, 222 (amtl. Leitsatz)

EWiR 2011, 157

FamRB 2011, 64

FamRZ 2011, 1399

FamRZ 2011, 212-214

InsbürO 2011, 71-73

JR 2012, 301-303

KTS 2011, 384-387

MDR 2011, 131-132

NJW 2011, 8

NJW 2011, 1448-1449

NJW-Spezial 2011, 247

NotBZ 2011, 89

NWB 2011, 1136

NWB direkt 2011, 346

NZG 2011, 260

NZI 2011, 369-371

RENOpraxis 2011, 81

Rpfleger 2011, 231-232

StuB 2011, 436

WM 2011, 79-81

WuB 2011, 223

ZAP 2011, 235

ZAP EN-Nr. 156/2011

ZErb 2011, 166-168

ZEV 2011, 87-88

ZFE 2011, 196

ZInsO 2011, 45-47

ZIP 2011, 135-137

ZVI 2011, 26-28

Amtlicher Leitsatz:

InsO §§ 35, 36 Abs. 1 Satz 1, § 203; BGB § 2317 Abs. 1; ZPO § 852 Abs. 1

  1. a)

    Der vom Schuldner durch einen Erbfall während des Insolvenzverfahrens erworbene Pflichtteilsanspruch gehört zur Insolvenzmasse.

  2. b)

    Wird der während des Insolvenzverfahrens entstandene Pflichtteilsanspruch erst nach Aufhebung des Insolvenzverfahrens anerkannt oder rechtshängig gemacht, unterliegt er der Nachtragsverteilung.

Der IX. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat
durch
den Vorsitzenden Richter Prof. Dr. Kayser,
die Richter Raebel, Dr. Pape und Grupp und
die Richterin Möhring
am 2. Dezember 2010
beschlossen:

Tenor:

Die Rechtsbeschwerde gegen den Beschluss der 5. Zivilkammer des Landgerichts Münster vom 13. Juli 2009 wird auf Kosten der Schuldnerin zurückgewiesen.

Der Wert des Rechtsbeschwerdeverfahrens wird auf 33.485,38 € festgesetzt.

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