BFH, 30.06.2009 - VIII B 8/09 - Besteuerung von Erstattungszinsen als Einnahmen aus Kapitalvermögen; Veranlassungszusammenhang zur Bestimmung eines wirtschaftlichen Zusammenhangs zwischen einer Kreditaufnahme und den späteren Einnahmen i.R.d. Einstufung von Kreditkosten als Werbungskosten; Erfordernis einer Überschusserzielungsabsicht bei unfreiwilliger Kapitalüberlassung i.R.d. Einstufung von Schuldzinsen als Werbungskosten

Bundesfinanzhof
Beschl. v. 30.06.2009, Az.: VIII B 8/09
Gericht: BFH
Entscheidungsform: Beschluss
Datum: 30.06.2009
Referenz: JurionRS 2009, 23780
Aktenzeichen: VIII B 8/09
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

FG Niedersachsen - 13.11.2008 - AZ: 11 K 87/07

Fundstellen:

BFH/NV 2009, 1977-1978

Jurion-Abstract 2009, 224371 (Zusammenfassung)

Redaktioneller Leitsatz:

Hat ein Steuerpflichtiger zur Erfüllung einer letztlich nicht gerechtfertigten Steuerforderung Fremdmittel eingesetzt, stellen die im Erstattungsfall dieser nicht gerechtfertigten Steuerforderung gezahlten Zinsen einen Zuwachs an finanzieller Leistungsfähigkeit des Steuerpflichtigen dar, weswegen der objektive Tatbestand der Einkunftserzielung als erfüllt angesehen wird (vgl. BFH-Urteil in BFH/NV 2006, 527, m.w.N.).

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