BFH, 22.12.2011 - VIII B 190/11 - Rückwirkende Anwendbarkeit des § 20 Abs. 1 Nr. 7 S. 3 EStG in Bezug auf eine Qualifizierung von 2008 zugeflossenen Erstattungszinsen zur Einkommensteuer der Jahre 2001 bis 2003

Bundesfinanzhof
Beschl. v. 22.12.2011, Az.: VIII B 190/11
Gericht: BFH
Entscheidungsform: Beschluss
Datum: 22.12.2011
Referenz: JurionRS 2011, 34083
Aktenzeichen: VIII B 190/11
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

FG Münster - 27.10.2011 - AZ: 2 V 913/11 E

Fundstellen:

BFHE 236, 158 - 159

AO-StB 2012, 72

BB 2012, 477

BBK 2012, 258-259

BFH/NV 2012, 640

BFH/PR 2012, 158

BStBl II 2012, 243-244 (Volltext mit amtl. LS)

DB 2012, 378

DStR 2012, 347-348

DStRE 2012, 387

ErbStB 2012, 99

EStB 2012, 84

FR 2012, 323-324

GStB 2012, 109

HFR 2012, 378

KÖSDI 2012, 17839

KÖSDI 2012, 17762

KSR direkt 2012, 4-5

NWB 2012, 626

NWB direkt 2012, 175

RdW 2012, 263

StB 2012, 98

StBW 2012, 145

StBW 2012, 161

StX 2012, 117

WISO-SteuerBrief 2012, 2

Amtlicher Leitsatz:

Es ist ernstlich zweifelhaft, ob 2008 zugeflossene Erstattungszinsen zur Einkommensteuer der Jahre 2001 bis 2003 als Einnahmen aus Kapitalvermögen gemäß § 20 Abs. 1 Nr. 7 Satz 3 EStG i.d.F. des JStG 2010 vom 8. Dezember 2010 (BGBl I 2010, 1770) der Steuer unterliegen. Die Zweifel bestehen insbesondere wegen der rückwirkenden Anwendung der Vorschrift.

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