BFH, 22.09.2010 - VI R 57/09 - Zuschlagsregelung nach § 8 Abs. 2 S. 3 Einkommensteuer (EStG) als Korrekturposten zum Werbungskostenabzug; Ausgleich für abziehbare, tatsächlich aber nicht entstandene Erwerbsaufwendungen; Bestimmung der Höhe des geldwerten Vorteils aus der Nutzung eines vom Arbeitgeber unentgeltlich überlassenen Dienstwagens für die Wege zwischen Wohnung und Arbeitsstätte

Bundesfinanzhof
Urt. v. 22.09.2010, Az.: VI R 57/09
Gericht: BFH
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 22.09.2010
Referenz: JurionRS 2010, 29593
Aktenzeichen: VI R 57/09
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

FG Köln - 22.10.2009 - AZ: 10 K 1476/09

Fundstellen:

BFHE 231, 139 - 144

ASR 2011, 1

AuA 2011, 105

BB 2011, 85 (Pressemitteilung)

BB 2011, 483-485

BBK 2011, 106-107

BFH/NV 2011, 349-351

BFH/PR 2011, 79

BStBl II 2011, 359-361 (Volltext mit amtl. LS)

DB 2011, 30-31

DStR 2010, 2627-2629

DStRE 2011, 118-119

DStZ 2011, 62

FR 2011, 337-338

GStB 2011, 9-10

HFR 2011, 152-153

KÖSDI 2011, 17267

NJW 2010, 555-557

NWB 2010, 4252

NWB direkt 2010, 1398

NZA 2011, 396

NZA-RR 2011, 142-144

RdW 2011, 167-169

StB 2011, 2

StuB 2011, 35

Jurion-Abstract 2010, 225083 (Zusammenfassung)

Amtlicher Leitsatz:

  1. 1.

    Der Senat hält daran fest, dass die Zuschlagsregelung nach § 8 Abs. 2 Satz 3 EStG einen Korrekturposten zum Werbungskostenabzug darstellt und daher nur insoweit zur Anwendung kommt, wie der Arbeitnehmer den Dienstwagen tatsächlich für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte benutzt hat (Senatsurteile vom 4. April 2008 VI R 85/04, BFHE 221, 11, BStBl II 2008, 887 ; VI R 68/05, BFHE 221, 17, [BFH 04.04.2008 - VI R 68/05] BStBl II 2008, 890 ).

  2. 2.

    Die Zuschlagsregelung des § 8 Abs. 2 Satz 3 EStG hat nicht die Funktion, eine irgendwie geartete zusätzliche private Nutzung des Dienstwagens zu bewerten. Sie bezweckt lediglich einen Ausgleich für abziehbare, tatsächlich aber nicht entstandene Erwerbsaufwendungen.

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