BFH, 18.08.2009 - X R 25/06 - Die vom Steuerpflichtigen subjektiv vorgenommene Beurteilung und die angegebene Bezeichnung als maßgeblich für die steuerrechtliche Qualifizierung einer Tätigkeit; Voraussetzungen des Vorliegens eines gewerblichen Grundstückhandels; Ausgestaltung der sog. Drei-Objekt-Grenze zur Bestimmung des Vorliegens der Voraussetzungen eines gewerblichen Grundstückhandels

Bundesfinanzhof
Urt. v. 18.08.2009, Az.: X R 25/06
Gericht: BFH
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 18.08.2009
Referenz: JurionRS 2009, 23127
Aktenzeichen: X R 25/06
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

FG Hamburg - 23.03.2006 - AZ: II 347/04

Fundstellen:

BFHE 226, 77 - 85

BauR 2009, 1943

BB 2009, 2283

BFH/NV 2009, 1892-1895

BFH/PR 2009, 467

BStBl II 2009, 965-968

DB 2009, 2293-2295

DStRE 2009, 1296-1299

DStZ 2009, 826

EStB 2009, 377

FR 2010, 79-82

KÖSDI 2009, 16711

NWB 2009, 3322

NWB direkt 2009, 1088

SJ 2009, 5-6

StB 2009, 417

StBp 2009, 360

StBW 2009, 2

StuB 2009, 781

StX 2009, 661

V&S 2010, 5

ZAP EN-Nr. 26/2010

ZfIR 2009, 788

Jurion-Abstract 2009, 224522 (Zusammenfassung)

Amtlicher Leitsatz:

Maßgeblich für die steuerrechtliche Qualifizierung einer Tätigkeit ist nicht die vom Steuerpflichtigen subjektiv vorgenommene Beurteilung und die angegebene Bezeichnung, sondern vielmehr die Wertung nach objektiven Kriterien. Deshalb ist gewerblicher Grundstückshandel nicht allein deshalb zu bejahen, weil der Steuerpflichtige beim FA und seiner Gemeindebehörde einen Gewerbebetrieb anmeldet und Dritten gegenüber erklärt, er sei gewerblicher Grundstückshändler.

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