BFH, 17.02.2011 - V R 39/09 - Der Begriff der Rechnung in § 14c Abs. 2 UStG setzt nicht das Aufweisen aller in § 14 Abs. 4 S. 1 Nr. 1 bis 9 UStG aufgezählten Merkmale in einer Rechnung voraus; Die Gefährdungstatbestände des § 14c UStG und das Recht auf Vorsteuerabzug aus § 15 Abs. 1 UStG stellen unterschiedliche Anforderungen an die in Bezug genommene Rechnung

Bundesfinanzhof
Urt. v. 17.02.2011, Az.: V R 39/09
Gericht: BFH
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 17.02.2011
Referenz: JurionRS 2011, 16187
Aktenzeichen: V R 39/09
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

FG Thüringen - 23.07.2009 - AZ: 2 K 184/07

Fundstellen:

BFHE 233, 94 - 100

ASR 2011, 2

ASR 2011, 1

ASR 2011, 3

BauR 2011, 1382

BB 2011, 1512

BB 2011, 1365 (Pressemitteilung)

BBK 2011, 559

BeSt 2011, 23

BFH/NV 2011, 1259-1261

BFH/PR 2011, 317

BStBl II 2011, 734-737 (Volltext mit amtl. LS)

DB 2011, 6

DB 2011, 14

DB 2011, 1200-1202

DStR 2011, 969-972

DStZ 2011, 500-501

GStB 2011, 30

HFR 2011, 1136-1138

KÖSDI 2011, 17465

KSR direkt 2011, 9

MBP 2011, 111

NWB 2011, 1853

NZG 2011, 742

PStR 2011, 193-194

RdW 2011, 487-489

stak 2011

StB 2011, 220

StBW 2011, 545

SteuerStud 2011, 357

STFA 2011, 27-29

StuB 2011, 434

StX 2011, 348-349

SWI 2011, 287

UR 2011, 676

UR 2011, 630-633

UStB 2011, 205-206

UVR 2011, 227-228

V&S 2011, 8

WISO-SteuerBrief 2011, 6

Jurion-Abstract 2011, 225267 (Zusammenfassung)

Amtlicher Leitsatz:

  1. 1.

    Ein unberechtigter Steuerausweis i.S. des § 14c Abs. 2 UStG setzt nicht voraus, dass die Rechnung alle in § 14 Abs. 4 UStG aufgezählten Pflichtangaben aufweist.

  2. 2.

    Die an den Rechnungsbegriff des § 15 Abs. 1 UStG und den des § 14c UStG zu stellenden Anforderungen sind nicht identisch.

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