BFH, 15.06.2016 - VII R 26/15 - Begriff der anderen gleichwertigen Vorbildung i.S. von § 23 Abs. 3 S. 1 Nr. 2 StBerG

Bundesfinanzhof
Urt. v. 15.06.2016, Az.: VII R 26/15
Gericht: BFH
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 15.06.2016
Referenz: JurionRS 2016, 24690
Aktenzeichen: VII R 26/15
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

FG Saarland - 20.08.2015 - AZ: 1 K 1004/15

Fundstellen:

BFH/NV 2016, 1589-1592

DStR 2016, 14

DStR 2016, 2606-2607

DStRE 2016, 1334-1337

Redaktioneller Leitsatz:

§ 23 Abs. 3 S. 1 Nr. 2 StBerG ist dahin auszulegen, dass die Erfüllung des Tatbestandmerkmals einer anderen gleichwertigen Vorbildung den Nachweis des Bestehens einer Abschlussprüfung in einem Beruf voraussetzt, der aufgrund der vermittelten Lerninhalte einem kaufmännischen Beruf als gleichwertig erachtet werden kann. Diese Voraussetzung ist nicht erfüllt, wenn die als Leiter der Beratungsstelle vorgesehene Person eine Berufsausbildung als Bauzeichner abgeschlossen und anschließend in einem Fernstudium das Vordiplom im Fachbereich Wirtschaftswissenschaft erworben hat.

Tenor:

Die Revision des Klägers gegen das Urteil des Finanzgerichts des Saarlandes vom 20. August 2015 1 K 1004/15 wird als unbegründet zurückgewiesen.

Die Kosten des Revisionsverfahrens hat der Kläger zu tragen.

Diese Artikel im Bereich Freiberufler und Berufsrecht könnten Sie interessieren

Quality Agreements vs. Supply Agreements ?

Quality Agreements vs. Supply Agreements  ?

Qualitätssicherungsvereinbarungen gehören in vielen Lieferketten zwischen Hersteller und Abnehmer zum Standard. mehr

Neues Gesetz für Syndikus-Anwälte

Neues Gesetz für Syndikus-Anwälte

Seit Anfang des Jahres 2016 sind Unternehmensjuristen erstmals gesetzlich ausdrücklich als Rechtsanwälte anerkannt. mehr