BFH, 13.10.2010 - VI R 12/09 - Einbeziehung eines nachträglichen Einbaus einer Flüssiggasanlage in ein zur Privatnutzung überlassenes Firmenfahrzeug als Sonderausstattung; Begriff der Sonderausstattung i.S.d. Bemessungsgrundlage des § 6 Abs. 1 Nr. 4 S. 2 Einkommensteuergesetz (EStG); Abgeltung sämtlicher sich aus der Möglichkeit einer privaten Nutzung ergebenden geldwerten Vorteile durch die 1-Prozent-Regelung i.R.d. der Ansetzung von Einnahmen; Annahme einer Sonderausstattung bei entsprechender Ausstattung eines Fahrzeugs bereits werkseitig im Zeitpunkt der Erstzulassung

Bundesfinanzhof
Urt. v. 13.10.2010, Az.: VI R 12/09
Gericht: BFH
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 13.10.2010
Referenz: JurionRS 2010, 32709
Aktenzeichen: VI R 12/09
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

FG Düsseldorf - 23.01.2009 - AZ: 10 K 1666/07 L

Fundstellen:

BFHE 231, 540 - 544

ASR 2011, 1

AuA 2011, 169

BB 2011, 341 (Pressemitteilung)

BBK 2011, 248-249

BFH/NV 2011, 475-476

BFH/PR 2011, 123

BStBl II 2011, 361-363 (Volltext mit amtl. LS)

DAR 2011, 170

DB 2011, 279-280

DStR 2011, 207-209

DStRE 2011, 254

DStZ 2011, 140-141

EStB 2011, 93

FR 2011, 431-433

GStB 2011, 18

HFR 2011, 275-276

KÖSDI 2011, 17343

KSR direkt 2011, 6

LGP 2011, 38

MBP 2011, 38

NJW 2011, 1471-1472 "Umrüstungskosten für Flüssiggasbetrieb"

NWB 2011, 419

NWB 2011, 496

NWB direkt 2011, 154

NZA 2011, 624

StB 2011, 58

StBW 2011, 146-147

SteuerStud 2011, 109

STFA 2011, 29

StuB 2011, 151

StX 2011, 89-90

V&S 2011, 5

WISO-SteuerBrief 2011, 2

ZAP 2011, 350

ZAP EN-Nr. 238/2011

Jurion-Abstract 2010, 225102 (Zusammenfassung)

Amtlicher Leitsatz:

  1. 1.

    Der nachträgliche Einbau einer Flüssiggasanlage in ein zur Privatnutzung überlassenes Firmenfahrzeug ist nicht als Sonderausstattung in die Bemessungsgrundlage des § 6 Abs. 1 Nr. 4 Satz 2 EStG einzubeziehen.

  2. 2.

    Eine Sonderausstattung im Sinne des Gesetzes liegt nur dann vor, wenn das Fahrzeug bereits werkseitig im Zeitpunkt der Erstzulassung damit ausgestattet ist.

  3. 3.

    Mit dem Betrag, der nach der 1%-Regelung als Einnahme anzusetzen ist, werden sämtliche geldwerten Vorteile abgegolten, die sich aus der Möglichkeit einer privaten Nutzung des betrieblichen Fahrzeugs ergeben; unselbständige Ausstattungsmerkmale können nicht getrennt bewertet werden.

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