BFH, 09.06.2010 - IX R 52/09 - Aufwendungen eines Steuerpflichtigen als nachträgliche Anschaffungskosten im Hinblick auf eine mögliche Erhöhung des Auflösungsverlusts; Veranlassung eines Aufwands durch das das Gesellschaftsverhältnis in Bezug auf eine Befriedigung eines Gläubigers einer GmbH durch einen qualifiziert beteiligten Gesellschafter einer GmbH

Bundesfinanzhof
Urt. v. 09.06.2010, Az.: IX R 52/09
Gericht: BFH
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 09.06.2010
Referenz: JurionRS 2010, 25681
Aktenzeichen: IX R 52/09
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

FG Niedersachsen - 14.05.2009 - AZ: 11 K 431/06

Fundstellen:

BFHE 230, 326 - 332

BB 2010, 2725

BFH/NV 2010, 2318-2320

BFH/PR 2011, 11

BStBl II 2010, 1102-1104 (Volltext mit amtl. LS)

BStBl II 2011, 1102-1104

DB 2010, 2369-2371

DStRE 2010, 1441-1443

DStZ 2010, 854

EStB 2010, 441-442

GmbHR 2010, 1272-1274

GmbH-StB 2010, 352

HFR 2011, 169-170

KÖSDI 2010, 17183

NJW-RR 2011, 393-395

NWB 2010, 3604

NWB direkt 2010, 1154

StB 2010, 418

StBW 2010, 1109-1110

StC 2011, 12

StuB 2010, 832

StX 2010, 680

WPg 2010, 1217-1219

Jurion-Abstract 2010, 224922 (Zusammenfassung)

Amtlicher Leitsatz:

  1. 1.

    Als nachträgliche Anschaffungskosten können Aufwendungen des Steuerpflichtigen dessen Auflösungverlust nur erhöhen, wenn sie sich auf die konkrete Beteiligung beziehen.

  2. 2.

    Befriedigt ein qualifiziert beteiligter Gesellschafter einer GmbH einen Gläubiger der GmbH, obschon diese Verbindlichkeit wegen der Vollbeendigung der GmbH nicht mehr besteht, ist der entsprechende Aufwand nicht (mehr) durch das Gesellschaftsverhältnis veranlasst.

Diese Artikel im Bereich Steuern und Steuerstrafrecht könnten Sie interessieren

„Gewerbliche Infizierung“ durch Integrierte Versorgung

„Gewerbliche Infizierung“ durch Integrierte Versorgung

Wegen einer sogenannten „gewerblichen Infizierung“ durch integrierte Versorgung können die gesamten Einkünfte der ärztlichen Gemeinschaftspraxis der Gewerbesteuer unterliegen. mehr

Freiberuflichkeit selbstständiger Ärzte wird durch Beschäftigung angestellter Ärzte nicht aufgehoben

Freiberuflichkeit selbstständiger Ärzte wird durch Beschäftigung angestellter Ärzte nicht aufgehoben

Die Zuhilfenahme von qualifiziertem Personal greift die Freiberuflichkeit des einstellenden Arztes nicht an. Solange dieser bei der Erledigung der einzelnen Aufträge aufgrund eigener Fachkenntnisse… mehr

Gewerbesteuer für Gemeinschaftspraxen mit Nullbeteiligungsgesellschafter

Gewerbesteuer für Gemeinschaftspraxen mit Nullbeteiligungsgesellschafter

Das Aufnehmen von eigenverantwortlich tätigen Ärzten in die GbR kann eine Gewerbesteuerpflicht für Gemeinschaftspraxen nach sich ziehen. Nämlich dann, wenn von den Mitunternehmern kein… mehr