BFH, 09.03.2010 - VIII R 32/07 - Betriebliche Veranlassung einer beabsichtigten Anbahnung von Kontakten zu Politikern und Unternehmen auf einer Auslandsreise eines Unternehmers mit dem Ministerpräsidenten; Internationale Ausrichtung von Repräsentanten einzelner Unternehmen auf Delegationsreisen

Bundesfinanzhof
Urt. v. 09.03.2010, Az.: VIII R 32/07
Gericht: BFH
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 09.03.2010
Referenz: JurionRS 2010, 16498
Aktenzeichen: VIII R 32/07
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

FG Baden-Württemberg - 20.09.2006 - AZ: 12 K 78/06

Fundstellen:

BFHE 229, 129 - 135

AG 2010, 556-558

BB 2010, 1501 (Pressemitteilung)

BFH/NV 2010, 1330-1332

BFH/PR 2010, 293

DB 2010, 6

DB 2010, 1266-1268

DB 2010, 10-12

DB 2010, 1482-1483

DStR 2010, 7

DStRE 2010, 925-927

DStZ 2010, 507-508

FR 2010, 1052

GStB 2010, 30

GStB 2010, 260

HFR 2010, 819-821

IStR 2010, 494-496

KoR 2010, 423

KÖSDI 2010, 17022-17023

KSR direkt 2010, 6

NJW 2010, 12

NJW 2010, 2687-2688

NWB 2010, 1954

NWB direkt 2010, 672

NZA 2010, 994

RdW 2010, 590-593

RIW/AWD 2010, 570-572

StB 2010, 218

StBW 2010, 529

StuB 2010, 474

StX 2010, 375-376

SWK 2010, 861

Jurion-Abstract 2010, 224786 (Zusammenfassung)

Amtlicher Leitsatz:

  1. 1.

    Die bei einer Auslandsreise beabsichtigte Anbahnung von Kontakten zu Politikern und Unternehmern in den besuchten Ländern geht im Sinne einer betrieblichen Veranlassung der Reise zumindest dann über ein bloß allgemeines Interesse an politischen oder wirtschafts- oder gesellschaftspolitischen Informationen hinaus, wenn nicht auszuschließen ist, dass der Teilnehmer die erwarteten Informationen und Kontakte für seine unternehmerischen Ziele nutzen kann.

  2. 2.

    Bei Delegationsreisen mit hochgestellten Politikern kann aufgrund der Vorauswahl der Teilnehmer durch das zuständige Ministerium im Regelfall davon ausgegangen werden, dass es sich um Repräsentanten von Unternehmen handelt, die international ausgerichtet sind oder dies anstreben.

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