BFH, 09.02.2011 - XI R 35/09 - Ein Vorsteuerberichtigungsanspruch des FA nach § 15a UStG, der dadurch entsteht, dass der Insolvenzverwalter ein Wirtschaftsgut abweichend von den für den ursprünglichen Vorsteuerabzug maßgebenden Verhältnissen verwendet, ist den Masseverbindlichkeiten zuzuordnen; Einordnung eines Vorsteuerberichtigungsanspruchs des Finanzamtes nach § 15a UStG als Masseverbindlichkeit bei abweichender Verwendung des Wirtschaftsguts durch den Insolvenzverwalter

Bundesfinanzhof
Urt. v. 09.02.2011, Az.: XI R 35/09
Gericht: BFH
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 09.02.2011
Referenz: JurionRS 2011, 17963
Aktenzeichen: XI R 35/09
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

FG Münster - 08.10.2009 - AZ: 5 K 1096/07 U

Rechtsgrundlagen:

§ 15a UStG

§ 38 InsO

Fundstellen:

BFHE 233, 86 - 94

BB 2011, 1557 (Pressemitteilung)

BB 2011, 1765-1766

BFH/NV 2011, 1445-1448

BFH/PR 2011, 319

BStBl II 2011, 1000-1003 (Volltext mit amtl. LS)

DB 2011, 6

DB 2011, 14

DB 2011, 1375-1377

DStR 2011, 1128-1131

DStRE 2011, 846

DStZ 2011, 618-619

EWiR 2011, 471

GStB 2011, 34

HFR 2011, 875-877

KSI 2011, 236

NJW 2011, 2608

NWB 2011, 2180

NWB direkt 2011, 718

NZG 2011, 7-8

NZG 2011, 6-7

NZM 2012, 360

RdW 2011, 555-557

StB 2011, 259

StBW 2011, 620

StC 2011, 12

StuB 2011, 518

StX 2011, 395-396

UR 2011, 538-541

ZInsO 2011, 1217-1220

ZIP 2011, 1222-1224

ZIP 2011, 5-6

Jurion-Abstract 2011, 225257 (Zusammenfassung)

Amtlicher Leitsatz:

Ein Vorsteuerberichtigungsanspruch des FA nach § 15a UStG, der dadurch entsteht, dass der Insolvenzverwalter ein Wirtschaftsgut abweichend von den für den ursprünglichen Vorsteuerabzug maßgebenden Verhältnissen verwendet, gehört zu den Masseverbindlichkeiten und kann durch Steuerbescheid gegenüber dem Insolvenzverwalter geltend gemacht werden.

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