BFH, 05.05.2011 - IV R 48/08 - Die für die Abgrenzung von einer privaten Gartenbewirtschaftung entwickelte Grenze von 3 000 qm ist auch einkommensteuerrechtlich bei einem landwirtschaftlichen Betrieb maßgeblich; Erörterung diverser objektiver Beweisanzeichen für die Annahme eines landwirtschaftlichen Betriebs im einkommensteuerlichen Sinne nach mehreren Generationenwechseln; Größe der bewirtschafteten Grundstücksflächen, aus dem Grundbuch ersichtlichen Berufsbezeichnungen, Bewirtschaftung zu Eigenbedarfszwecken als Indizien i.R.d. einkommensteuerrechtlichen Qualifizierung; Früher landwirtschaftlich genutzte Grundstücke als landwirtschaftliches Betriebsvermögen bis zur Vornahme einer ausdrücklichen Entnahmehandlung

Bundesfinanzhof
Urt. v. 05.05.2011, Az.: IV R 48/08
Gericht: BFH
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 05.05.2011
Referenz: JurionRS 2011, 19748
Aktenzeichen: IV R 48/08
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

FG Münster - 11.09.2008 - AZ: 3 K 4675/05

Fundstellen:

BB 2011, 1814

BFH/NV 2011, 1591-1594

BFH/PR 2011, 430

BStBl II 2011, 792-796 (Volltext mit amtl. LS)

DB 2011, 6

DStR 2011, 8

DStRE 2011, 1135-1139

EStB 2011, 323

FR 2011, 907-910

HFR 2011, 1116-1119

KÖSDI 2011, 17535-17536

NWB 2011, 2522

NWB direkt 2011, 811

RdW 2011, 617-619

StB 2011, 299

StBW 2011, 769

StuB 2011, 592

StX 2011, 468-469

Jurion-Abstract 2011, 225348 (Zusammenfassung)

Amtlicher Leitsatz:

Lag nach der Einheitswertfeststellung ein landwirtschaftlicher Betrieb mit Wohn- und Wirtschaftsteil vor und überstieg die Größe der bewirtschafteten Fläche die für die Abgrenzung von einer privaten Gartenbewirtschaftung entwickelte Grenze von 3 000 m2, ist auch einkommensteuerrechtlich von einem landwirtschaftlichen Betrieb auszugehen, sofern die Beweisanzeichen nicht erschüttert werden.

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