BFH, 05.05.2011 - IV R 32/07 - Rückstellungen für eine Deponie-Rekultivierung sowie Rückbauverpflichtung eines Hafens und eines Bandkanals sind nach § 6 Abs. 1 Nr. 3a Buchst. e EStG 1999 abzusinzen; Abzinsung von Rückstellungen für eine Deponie-Rekultivierung sowie Rückbauverpflichtung eines Hafens und eines Bandkanals nach § 6 Abs. 1 Nr. 3a Buchst. e EStG 1999; Ansammlung von Rückstellungen für eine Deponie-Rekultivierung nach der tatsächlichen Inanspruchnahme; Ansammlung von Rückstellungen für Rückbauverpflichtung zeitanteilig in gleichen Raten

Bundesfinanzhof
Urt. v. 05.05.2011, Az.: IV R 32/07
Gericht: BFH
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 05.05.2011
Referenz: JurionRS 2011, 19864
Aktenzeichen: IV R 32/07
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

FG Niedersachsen - 18.04.2007 - AZ: 3 K 11463/05

Rechtsgrundlagen:

§ 6 Abs. 1 Nr. 3a Buchst. e EStG 1999

§ 6 Abs. 1 Nr. 3 S. 2, Nr. 3a EStG i.d.F. des StEntlG 1999/2000/2002

§ 52 Abs. 16 S. 7, 8 und 10 EStG i.d.F. des StEntlG 1999/2000/2002

Fundstellen:

BFHE 233, 524 - 539

AbfallR 2011, 251

BB 2011, 1965-1969

BFH/NV 2011, 1585-1591

BFH/PR 2011, 372

BStBl II 2012, 98-104 (Volltext mit amtl. LS)

DB 2011, 6

DB 2011, 1667

DStR 2011, 1364-1370

DStRE 2011, 1041

DStZ 2011, 617-618

EStB 2011, 279

FR 2012, 471-476

GStB 2011, 38

HFR 2011, 1096-1102

Konzern 2011, 371

KoR 2011, 443

KÖSDI 2011, 17533

KSR direkt 2011, 4

NWB 2011, 2522

NWB direkt 2011, 811

StB 2011, 298

StBW 2011, 770

StuB 2011, 590-591

StX 2011, 468

WPg 2011, 879-883

Jurion-Abstract 2011, 225346 (Zusammenfassung)

Amtlicher Leitsatz:

  1. 1.

    Rückstellungen für Deponie-Rekultivierung sind nach der tatsächlichen Inanspruchnahme anzusammeln.

  2. 2.

    Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen sind zeitanteilig in gleichen Raten anzusammeln.

  3. 3.

    Die angesammelten Rückstellungen für Deponie-Rekultivierung sowie für Rückbauverpflichtungen sind abzuzinsen.

  4. 4.

    § 6 Abs. 1 Nr. 3a Buchst. e in Verbindung mit der Übergangsregelung in § 52 Abs. 16 Sätze 7, 8 und 10 EStG i.d.F. des StEntlG 1999/2000/2002 vom 24. März 1999 ist mit dem Grundgesetz vereinbar. Es liegt keine unzulässige Rückwirkung vor.

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