BAG, 12.05.2010 - 2 AZR 551/08 - Schriftform bei Interessenausgleich; Erstreckung auf Namensliste; Rückverweisung auf Interessenausgleich

Bundesarbeitsgericht
Urt. v. 12.05.2010, Az.: 2 AZR 551/08
Gericht: BAG
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 12.05.2010
Referenz: JurionRS 2010, 25171
Aktenzeichen: 2 AZR 551/08
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

LAG Frankfurt/Main - 26.10.2007 - AZ: 10 Sa 1908/05

ArbG Frankfurt/M. - 8/9/5/13 Ca 9891/04 - 6.9.2005

Fundstellen:

ArbR 2010, 556

ArbRB 2011, 43-44

BB 2010, 2691

DB 2010, 2454-2455

DStR 2011, 868

EzA-SD 21/2010, 3-4

FA 2011, 29

JR 2012, 91-92

NZA 2011, 114-116

ZIP 2011, 539

Orientierungssatz:

1. Das Schriftformerfordernis für den Interessenausgleich aus § 112 Abs. 1 Satz 1 BetrVG erstreckt sich auch auf die Namensliste.

2. Eine einheitliche Urkunde von Interessenausgleich und getrennt erstellter Namensliste kann vorliegen, wenn der von den Betriebsparteien unterschriebene Interessenausgleich auf die zu erstellende Namensliste Bezug nimmt und die von den Betriebsparteien unterzeichnete Namensliste ihrerseits eindeutig auf den Interessenausgleich (rück-)verweist.

In Sachen

Kläger, Berufungsbeklagter und Revisionskläger,

pp.

Beklagte, Berufungsklägerin und Revisionsbeklagte,

hat der Zweite Senat des Bundesarbeitsgerichts aufgrund der mündlichen Verhandlung vom 12. Mai 2010 durch den Vorsitzenden Richter am Bundesarbeitsgericht Kreft, den Richter am Bundesarbeitsgericht Dr. Eylert, die Richterin am Bundesarbeitsgericht Berger sowie die ehrenamtlichen Richter Dr. Bartel und Eulen für Recht erkannt:

Tenor:

Auf die Revision des Klägers wird das Urteil des Hessischen Landesarbeitsgerichts vom 26. Oktober 2007 - 10 Sa 1908/05 - aufgehoben.

Die Sache wird zur neuen Verhandlung und Entscheidung - auch über die Kosten der Revision - an das Landesarbeitsgericht zurückverwiesen.

Von Rechts wegen!

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