§ 39 VersAusglG, Unmittelbare Bewertung einer Anwartschaft

§ 39 VersAusglG
Gesetz über den Versorgungsausgleich (Versorgungsausgleichsgesetz - VersAusglG)
Bundesrecht

Teil 2 – Wertermittlung → Kapitel 1 – Allgemeine Wertermittlungsvorschriften

Titel: Gesetz über den Versorgungsausgleich (Versorgungsausgleichsgesetz - VersAusglG)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: VersAusglG
Gliederungs-Nr.: 404-31
Normtyp: Gesetz

(1) Befindet sich ein Anrecht in der Anwartschaftsphase und richtet sich sein Wert nach einer Bezugsgröße, die unmittelbar bestimmten Zeitabschnitten zugeordnet werden kann, so entspricht der Wert des Ehezeitanteils dem Umfang der auf die Ehezeit entfallenden Bezugsgröße (unmittelbare Bewertung).

(2) Die unmittelbare Bewertung ist insbesondere bei Anrechten anzuwenden, bei denen für die Höhe der laufenden Versorgung Folgendes bestimmend ist:

  1. 1.

    die Summe der Entgeltpunkte oder vergleichbarer Rechengrößen wie Versorgungspunkten oder Leistungszahlen,

  2. 2.

    die Höhe eines Deckungskapitals,

  3. 3.

    die Summe der Rentenbausteine,

  4. 4.

    die Summe der entrichteten Beiträge oder

  5. 5.

    die Dauer der Zugehörigkeit zum Versorgungssystem.

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