§ 48 BRAO, Pflicht zur Übernahme der Prozessvertretung

§ 48 BRAO
Bundesrechtsanwaltsordnung 
Bundesrecht

Dritter Teil – Die Rechte und Pflichten des Rechtsanwalts und die berufliche Zusammenarbeit der Rechtsanwälte → ERSTER ABSCHNITT – Allgemeines

Titel: Bundesrechtsanwaltsordnung 
Normgeber: Bund
Redaktionelle Abkürzung: BRAO
Gliederungs-Nr.: 303-8
Normtyp: Gesetz

(1) Der Rechtsanwalt muss im gerichtlichen Verfahren die Vertretung einer Partei oder die Beistandschaft übernehmen,

  1. 1.

    wenn er der Partei auf Grund des § 121 der Zivilprozessordnung, des § 4a Abs. 2 der Insolvenzordnung oder auf Grund anderer gesetzlicher Vorschriften zur vorläufig unentgeltlichen Wahrnehmung ihrer Rechte beigeordnet ist;

  2. 2.

    wenn er der Partei auf Grund der §§ 78b, 78c der Zivilprozessordnung beigeordnet ist;

  3. 3.

(2) Der Rechtsanwalt kann beantragen, die Beiordnung aufzuheben, wenn hierfür wichtige Gründe vorliegen.

Zu § 48: Geändert durch G vom 14. 6. 1976 (BGBl I S. 1421), 13. 6. 1980 (BGBl I S. 677), 12. 9. 1990 (BGBl I S. 2002), 26. 10. 2001 (BGBl I S. 2710), 30. 7. 2009 (BGBl I S. 2449) und 31. 8. 2013 (BGBl I S. 3533).

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