Checkliste: Wann brauchen Kanzleien eine Website?

Checkliste: Wann brauchen Kanzleien eine Website | anwalt24
26.02.201842 Mal gelesen
Viele Kanzleien sind immer noch nicht mit einer eigenen Website im Internet präsent. Befürchtet werden zu hohe Kosten, ein zu großer Aufwand und ein zu geringer Nutzen. Doch vieles spricht für eine Online-Präsenz. Unsere Checkliste hilft Ihnen bei der Frage, ob sich eine Website für Sie lohnt.

Sind Sie auf der Suche nach neuen Mandanten?

Als Kanzlei online vertreten zu sein, hilft dabei, die eigene Bekanntheit zu steigern, sich potenziellen Klienten vorzustellen und neue Mandanten zu gewinnen.  Sollte Ihre Kanzlei also keine Mandantengewinnung  anstreben, etwa weil man seit vielen Jahren nur ausgewählte Mandanten betreut, ist eine Kanzlei-Homepage nur Schmuckwerk – und folglich nicht zwingend nötig. Trotzdem sollte Ihre Kanzlei im Internet zu finden sein, damit man Ihre Kontaktdaten schnell und leicht finden kann. Hier bietet sich ein Eintrag in das Anwaltsverzeichnis von anwalt24.de an. Außerdem  sollten Sie Ihre Kanzlei kostenlos bei Google My Business  registrieren.

Sind andere örtliche Kanzleien aus Ihrem Rechtsgebiet online vertreten?

Wer für ein persönliches Anliegen einen Experten in der Nähe sucht, nutzt heutzutage das Internet. Das ist bei der Suche nach Handwerkern nichts anderes als bei der Suche nach einem Fachanwalt. Sind Sie mit Ihrer Kanzlei nicht im Internet mit einer eigenen Website vertreten, verspielen Sie die Chance, auf diesem Weg neue Mandanten zu gewinnen. Das ist dann noch zu verschmerzen, wenn Ihre Kanzlei der einzige auf ein bestimmtes Rechtsgebiet spezialisierte Anbieter in der näheren Umgebung ist. Dann nämlich kommen die potenziellen Mandanten über Umwege doch noch mit Ihrer Kanzlei in Kontakt. Sobald jedoch andere Kanzleien online vertreten sind, dürfen diese sich über neue, wertige Mandanten freuen. Mandanten, die Ihnen ohne Not durch die Lappen gehen.

Bietet Ihr Marketing-Budget Spielraum für eine neue Kanzlei-Website?

Selbst wenn Sie diese Frage intuitiv mit einem „Nein“ beantworten würden, spricht dieses Argument nicht gegen die Erstellung einer neuen Kanzlei-Homepage. Tatsächlich nämlich müssen Sie nicht zwangsläufig eine spezialisierte Agentur mit der Erstellung beauftragen, sondern können einen repräsentativen Internetauftritt auch in Eigenregie erstellen. Spezielle Baukastenlösungen mit passenden Branchenvorlagen machen diese Aufgabe zu einem Kinderspiel – und zu einer überschaubaren Investition. Für solch eine Baukasten-Website zahlen Sie pro Monat in den günstigsten Tarifen deutlich weniger als 100 Euro.

Nutzen Ihre potenziellen Mandanten überhaupt das Internet?

Von Anwaltsbüros, die überwiegend mit älteren Klienten zusammenarbeiten, hört man gelegentlich den Einwand, dass sich eine eigene Website deshalb nicht lohne, weil die potenziellen Mandanten das Internet eh kaum nutzen würden – und deshalb lokales Marketing effektiver sei. Hierbei sollten sich Kanzleien jedoch nicht täuschen, denn die Internetnutzung hat sich in Deutschland in den letzten Jahren stark verändert. So belegen aktuelle Statista-Daten, dass die Online-Nutzung der 60- bis 69-Jährigen inzwischen bei 64,6 Prozent liegt. Die Gruppe der über 70-Jährigen kommt auf einen Wert von 29,7 Prozent. Das Internet ist also auch für ältere Klienten eine wichtige Informationsquelle.

Ist Ihre Kanzlei alteingesessen und vor Ort bekannt?

Wer sich mit seiner Kanzlei an Privatpersonen richtet, findet potenzielle Mandanten in der Regel im regionalen Umkreis. Schließlich würde sich kaum einer die Mühe machen, hunderte Kilometer zu einer Konsultation mit seinem Anwalt zu fahren. Wenn also die Mandantengewinnung lokal oder zumindest regional begrenzt ist, verliert das Internet scheinbar an Bedeutung. Das ist schließlich ein globales Medium. Tatsächlich jedoch ist eine eigene Kanzlei-Website auch dann wichtig, wenn man sich ausschließlich an lokale oder regionale Mandanten richtet. Google berücksichtigt bei Suchanfragen nämlich bei der Berechnung der Suchergebnisse auch, wo der Nutzer sich derzeit aufhält. Wer also nach „Anwalt Arbeitsrecht“ sucht, bekommt automatisch Kanzleien in seiner Region angezeigt. Vor allem junge und noch unbekannte Kanzleien sollten deshalb mit einer eigenen Website und einem Profil bei Google My Business Präsenz zeigen. Für alteingesessene Kanzleien ist eine eigene Homepage zwar im Vergleich zu Newcomern weniger wichtig – doch auch sie verschenken Potenzial, wenn sie nicht im Internet präsent sind.

Sind Sie zu der Einschätzung gekommen, dass Ihre Kanzlei von einer neuen Website profitieren könnte, empfehlen wir Ihnen die Lektüre unseres Online-Ratgebers  „So erstellen Sie eine Kanzlei-Homepage“ . In dem Ratgeber stellen wir Ihnen verschiedene Möglichkeiten vor, die Website technisch umzusetzen und zeigen, wie Sie Ihre Kanzlei professionell im Internet präsentieren.