§ 2 StrVG
Gesetz zum vorsorgenden Schutz der Bevölkerung gegen Strahlenbelastung (Strahlenschutzvorsorgegesetz - StrVG)
Bundesrecht

Abschnitt 2 – Überwachung der Umweltradioaktivität

Titel: Gesetz zum vorsorgenden Schutz der Bevölkerung gegen Strahlenbelastung (Strahlenschutzvorsorgegesetz - StrVG)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: StrVG
Gliederungs-Nr.: 2129-16
Normtyp: Gesetz

§ 2 StrVG – Aufgaben des Bundes

(1) Aufgaben des Bundes sind

  1. 1.

    die großräumige Ermittlung

    1. a)

      der Radioaktivität in Luft,

    2. b)

      der Radioaktivität in Niederschlägen,

    3. c)

      der Radioaktivität in Bundeswasserstraßen und in Nord- und Ostsee außerhalb der Bundeswasserstraßen sowie in Meeresorganismen,

    4. d)

      der Radioaktivität auf der Bodenoberfläche sowie

    5. e)

      der Gamma-Ortsdosisleistung,

  2. 2.

    die Entwicklung und Festlegung von Probenahme-, Analyse-, Mess- und Berechnungsverfahren, die Durchführung von Vergleichsmessungen und Vergleichsanalysen,

  3. 3.

    die Zusammenfassung, Aufbereitung und Dokumentation der vom Bund ermittelten sowie der von den Ländern und von Stellen außerhalb des Geltungsbereiches dieses Gesetzes übermittelten Daten,

  4. 4.

    die Erstellung von Ausbreitungsprognosen,

  5. 5.

    die Entwicklung und der Betrieb von Entscheidungshilfesystemen,

  6. 6.

    die Bewertung der Daten der Umweltradioaktivität, soweit sie vom Bund oder im Auftrag des Bundes durch die Länder ermittelt worden sind,

  7. 7.

    die Bereitstellung von Daten und Dokumenten nach den Nummern 1, 3, 4 und 5 für die Länder und die Unterrichtung der Länder über die Bewertung der Daten nach Nummer 6.

(2) Die zuständigen Behörden des Bundes übermitteln die von ihnen gemäß Absatz 1 Nr. 1 ermittelten Daten an die Zentralstelle des Bundes für die Überwachung der Umweltradioaktivität.

(3) Die Befugnis der Länder zu weitergehenden Ermittlungen der Radioaktivität in den in Absatz 1 Nr. 1 genannten Bereichen bleibt unberührt.

(4) Die Messstellen nach Absatz 1 Nr. 1 legt der Bund im Benehmen mit der zuständigen Landesbehörde fest.