§ 27 SächsKHG
Gesetz zur Neuordnung des Krankenhauswesens (Sächsisches Krankenhausgesetz - SächsKHG)
Landesrecht Sachsen
Titel: Gesetz zur Neuordnung des Krankenhauswesens (Sächsisches Krankenhausgesetz - SächsKHG)
Normgeber: Sachsen
Amtliche Abkürzung: SächsKHG
Referenz: 252-2
Abschnitt: Fünfter Abschnitt – Pflichten der Krankenhäuser
 

§ 27 SächsKHG – Zusammenarbeit der Krankenhäuser

(1) Die Krankenhäuser sind entsprechend ihrer Aufgabenstellung nach dem Feststellungsbescheid zur Zusammenarbeit untereinander und mit den niedergelassenen Ärzten, dem öffentlichen Gesundheitsdienst, den sonstigen Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialwesens den Rettungsleitstellen und den Krankenkassen verpflichtet. Über die Zusammenarbeit sind Vereinbarungen zu treffen. Zusammenschlüsse von Krankenhäusern sind zur Steigerung der Wirtschaftlichkeit und Leistungsfähigkeit zulässig.

(2) Die Zusammenarbeit der Krankenhäuser untereinander soll sich insbesondere erstrecken auf

  1. 1.

    die Bildung von Untersuchungs- und Behandlungsschwerpunkten,

  2. 2.

    die Wahrnehmung besonderer Aufgaben der Dokumentation und der Nachsorge im Zusammenwirken mit den niedergelassenen Ärzten,

  3. 3.

    die Verteilung der Aufzunehmenden,

  4. 4.

    die Durchführung qualitätssichernder Maßnahmen,

  5. 5.

    die Mitwirkung bei der Schwangerenbetreuung,

  6. 6.

    die festzulegende Aufnahme- und Dienstbereitschaft nach § 11 Abs. 2 und 3 des Sächsischen Gesetzes über den Brandschutz, Rettungsdienst und Katastrophenschutz (SächsBRKG) vom 24. Juni 2004 (SächsGVBl. S. 245),

  7. 7.

    Rationalisierungsmaßnahmen,

  8. 8.

    die Nutzung medizinisch-technischer Großgeräte,

  9. 9.

    die Nutzung medizinischer oder wirtschaftlicher Einrichtungen,

  10. 10.

    die Nutzung von Datenverarbeitungsverfahren,

  11. 11.

    die Errichtung und den Betrieb von Ausbildungsstätten für nichtärztliche Heilberufe,

  12. 12.

    die Errichtung und den Betrieb zentraler Krankenhausapotheken.