§ 39 LVO LSA
Verordnung über die Laufbahnen der Beamten im Land Sachsen-Anhalt (Laufbahnverordnung - LVO LSA)
Landesrecht Sachsen-Anhalt

Teil 3 – Andere Bewerber

Titel: Verordnung über die Laufbahnen der Beamten im Land Sachsen-Anhalt (Laufbahnverordnung - LVO LSA)
Normgeber: Sachsen-Anhalt
Amtliche Abkürzung: LVO LSA
Gliederungs-Nr.: 2030.27
Normtyp: Rechtsverordnung

§ 39 LVO LSA – Allgemeine Einstellungsvoraussetzungen (1)

(1) Andere Bewerber (§ 21 des Beamtengesetzes Sachsen-Anhalt) dürfen nur eingestellt werden, wenn keine geeigneten Laufbahnbewerber nach den Vorschriften der §§ 15 bis 31 zur Verfügung stehen oder wenn die Berücksichtigung eines anderen Bewerbers von besonderem Vorteil für die dienstlichen Belange ist. Es gelten die Vorschriften für Laufbahnbewerber, soweit in diesem Teil nichts anderes geregelt ist.

(2) Andere Bewerber müssen durch ihre Lebens- und Berufserfahrung befähigt sein, im Beamtendienst die Aufgaben ihrer künftigen Laufbahn wahrzunehmen. In eine Laufbahn, für die eine bestimmte Vorbildung, Ausbildung oder Prüfung durch besondere Rechtsvorschrift vorgeschrieben oder nach ihrer Eigenart zwingend erforderlich ist, können andere Bewerber nicht eingestellt werden. Die Laufbahnbefähigung wird auf Antrag der obersten Dienstbehörde durch den Landespersonalausschuss festgestellt.

(3) Andere Bewerber dürfen nur eingestellt werden, wenn

  1. 1.
    sie mindestens 30 Jahre, in Laufbahnen des höheren Dienstes mindestens 32 Jahre, alt sind und
  2. 2.
    sie nicht älter als 50 Jahre alt sind.

(4) Die Dauer der Probezeit gemäß § 7 erhöht sich jeweils um ein Jahr. Sie beträgt mindestens drei Jahre. § 6 Abs. 4 findet keine Anwendung.

(5) Der Landespersonalausschuss kann auf Antrag der obersten Dienstbehörde Ausnahmen von den Absätzen 3 und 4 zulassen.

(1) Red. Anm.:
Außer Kraft am 1. Februar 2010 durch § 33 Absatz 2 der Verordnung vom 27. Januar 2010 (GVBl. LSA S. 12). Zur weiteren Anwendung s. § 32 der Verordnung vom 27. Januar 2010 (GVBl. LSA S. 12).