LG Frankfurt am Main: Frankfurter Sparkasse (Fraspa) verliert Lehman-Prozess

30.04.20091217 Mal gelesen

 Die Frankfurter Sparkasse (Fraspa) hat erstmals einen Prozess gegen einen Lehman-Geschädigten verloren. Das Landgericht Frankfurt habe einem Kunden der Direktbanktochter «1822direkt» wegen eines Beratungsfehlers vollen Ersatz eines Verlustes in Höhe von 50.000 Euro zugesprochen. Der Mann hatte über die Sparkasse Zertifikate der mittlerweile insolventen US-Investmentbank gekauft, allerdings schon vor der Lehman-Pleite gegen die Sparkasse geklagt.

Die Fraspa hatte einer Vielzahl ihrer Kunden empfohlen Zertifikate der im Sommer 2008 untergegangenen Lehman-Brother Investmentbank zu erwerben. Dabei stellte sich heraus, dass viele der Kunden möglicherweise nicht ausreichend über die Risiken einer solchen Anlage aufgeklärt worden sind.

Von Bedeutung dürfte hier vor allem auch das so genannte "Kick-Back" Urteil des BGH aus dem Jahr 2006 sein. Daraus geht hervor, dass die beratende Bank den Kunden über mögliche Provisionszahlungen inklusive der genauen Höhe aufklären muss. Erfolgte dies nicht, hat der betroffene Anleger einen Schadensersatzanspruch gegen seine beratende Bank.

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